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Giles - The Movie

Teil 2

Giles noch seine Brille putzte, stimmten die anderem ihm zu. Gemeinsam gingen sie zum Wagen zurück und fuhren zur Bücherei. Die Straßen waren erstaunlicher Weise frei und so kamen sie zügig an ihrem Ziel an. Zur Verwunderung des Wächters, brannte noch Licht in den Fenstern. Seine Angestellten waren doch alle gegangen? Wer von ihnen hatte bloß das Licht angelassen? Der Wächter war gar nicht begeistert und als er auch noch die Tür offen vorfand, hielt ihn nichts mehr.

Er musste wissen, was dort drinnen geschah. War es nur Schusseligkeit gewesen oder war jemand in die Bibliothek eingedrungen? Die Tür wies nicht darauf hin. Alles sah ganz normal aus, eben so wie immer. Aber da war so ein Gefühl… auch Faith merkte, dass etwas nicht stimmte und zog ihren Pflock. Langsam ging sie von Regal zu Regal. Irgendetwas war hier und sie würde es finden. Sie war eine der Jägerinnen und es war ihre Aufgabe, dem Bösen in den Arsch zu treten. Sie würde es schon finden, egal was hier war. Nur konnte sie es schon jetzt spüren und war Oz und Giles damit einen Schritt voraus. Nur nicht lange…

Denn man hatte sie gehört und nun kam dieser Willkommensschrei. Es war einfach grauenhaft. Die Jägerin Vi konnte Faith nie leiden. Diese Teenagerin wusste einfach nicht, was es bedeutete eine wirkliche Vampirjägerin zu sein. Sie war schon in Sunnydale viel zu quirlig und kindisch gewesen und somit eine Gefahr für alle anderen. Nur, was machte sie jetzt hier? Faith sah sie schon anlaufen kommen und ließ ihren Pflock sinken. Sie wusste genau, dass dieses Mädchen sie noch einmal wahnsinnig machen würde. Giles erging es nicht anders. Er hatte sich wirklich nur Sorgen gemacht, wegen ihr? Das konnte er nun einfach nicht wahrhaben. Es musste doch einen anderen Grund geben, als das. Doch scheinbar gab es das nicht. Sie war hier und sie sah so glücklich aus: „Ich bin ja sooo froh. Danke, dass Sie doch noch gekommen sind. Und Faith, du bist ja auch hier. Das muss heute wirklich mein Glückstag sein.“

“Vi? Hör auf zu nerven? Was machst du hier?“, Faith hatte keine Lust sich länger als nötig mit der Schreckschraube zu unterhalten. Sie sollte nur sagen, was sie hier machte und dann wieder verschwinden. Denn keiner konnte sie wirklich hier gebrauchen, nur würde sie das nicht einmal verstehen, wenn sie es direkt ins Gesicht gesagt bekommen würde. Man könnte sie anschreien und sie würde immer noch lächelnd dastehen. Aus ihr würde Faith niemals schlau werden, aber das wollte sie auch gar nicht. Sie ging einfach an Vi vorbei und hörte ihrer Geschichte nicht einmal ganz zu: „Also, nach dem Kampf in Sunnydale sind wir alle nach England gefahren. So wie sie es gesagt haben, Mister Giles. Wir waren da, doch keiner wollte uns haben, da dieser… wie heißt das noch mal… ach, egal… Rat oder so.. na ja, also wir sind dann alle woanders hin und…“

„Vi, komm zum Punkt. Was machst du hier und…“, Giles sah an der Jägerin vorbei und folgte mit seinem Blick Faith. Sie war weitergegangen und sah nun diese Bücher auf dem Boden liegen. Sie hätte das nicht gestört, doch Giles würde das bestimmt wahnsinnig machen. Aber da war noch was anderes… Faith ging einen Schritt nach dem anderen vorsichtig durch die Regale und fand dann, was sie gesucht hatte: „Giles? Hier ist Blut auf dem Boden…“

Plötzlich war Vi abgeschrieben und Oz und Giles liefen rüber zu Faith. Der Werwolf schnupperte kurz und erklärte den anderen Beiden dann, dass das Blut noch ganz frisch sei. Der Verletzte oder die Verletzte musste noch irgendwo hier sein. Die Gruppe teilte sich also auf und suchte alle Gänge ab. Giles schlug die Richtung zu seinem Büro an und da lag sie. Charlotte Goodlyn… seine Mitarbeiterin lag mit dem Bauch auf dem Boden und ihr Arm war verletzt. Der Wächter kniete sich zu ihr runter und versuchte sie aufzuheben. Erst dann sah er, dass es nicht ihr Arm war, der blutete, sondern ihr Bauch. Irgendetwas hatte eine tiefe Wunde in ihrem Unterleib hinterlassen. Es hätte ein Schwert sein können oder aber auch nur ein Messer. Nur wer konnte dieser jungen und netten Frau so etwas antun? Sie brauchte jetzt aber nicht ihr Mitleid, sondern einen Arzt. Rupert Giles trug Charlotte in sein Bürozimmer und legte sie auf sein Sofa. Hier lag sie besser als auf dem Boden. Während sie sich kurz ausruhen sollte, wollte er einen Krankenwagen rufen. Doch das war ihm nicht vergönnt… die Leitung war tot…

Faith ging ihren Gang immer weiter. Sie spürte, dass es noch nicht vorbei war. Das Blut war nicht alles, was sie heute hier finden würden. Warum nur hatte Vi das Blut nicht schon gesehen? Aber was hätte sie dann schon gemacht… Sie wäre weggelaufen oder hätte sich irgendwo versteckt. Ganz egal, am Ende hätte man sie so oder so getötet. Sie war nie stark gewesen. Es war ein Wunder gewesen, dass sie den Kampf gegen die Urvampire und das Eine Böse überhaupt überlebt hatte. Vi war immer eine von denen gewesen, um die man Angst haben musste, egal ob man es wollte oder nicht. Es war erstaunlich, dass sie überlebt hatte. Doch dann blieb Faith auf einmal stehen und dachte noch mal nach… Was war, wenn die Kleine gar nicht überlebt hatte?

Oz war in eine ganz andere Richtung gegangen als die anderen und irgendwie war ihm gar nicht wohl bei dem Gedanken, dass hier noch etwas sein konnte. War es sein Werwolf-Ich, was hier herumlief? Hatte es einen Menschen getötet oder vielleicht schon mehrere Morde verübt, von denen Oz nichts wissen konnte? War dieses Wesen so brutal, wie er dachte oder hatte es doch etwas, von seiner eigenen Ruhe? Oz zermarterte sich darüber den Kopf, wie viel das Wesen eigentlich von ihm hatte und wie viel von ihm in Oz selber war. Konnte er nicht genauso brutal sein und Menschen in Gefahr bringen? Hatte er nicht schon eine Werwölfin unter Einfluss des Mondes getötet? Ja, Veruca… sie hatte Willow bedroht und musste dafür sterben… Er war nicht besser und die anderen würden das herausfinden. Faith und Giles würden ihn aufhalten und zwar ohne mit der Wimper zu zucken. Aber konnten sie das noch oder war es nicht schon zu spät? Es war seine Schuld, dass dieses Wesen herumlief, also was konnte er noch für Fehler begehen?

Giles spürte, dass irgendetwas nicht in Ordnung war und sah sich vor seiner Bürotür um. Niemand war da und überall war es so ruhig. Es war wie die Ruhe vor dem Sturm und er wusste, dass irgendetwas auf sie zukommen würde. Nur was war es und wie er sich darauf vorbereiten konnte, das wusste er noch nicht. Klar war zunächst nur, dass er Charlotte hier herausbringen musste. Ihre Verletzungen würden sie sonst noch umbringen, oder etwa nicht? Die junge Frau stand einfach von dem Bett aus und tat so, als wäre gar nichts passiert: „Oh, Mister Giles. Tut mir Leid, dass es hier so aussieht. Ich wollte nur abschließen und dann kam da noch diese junge Frau. Sie selbst sagen doch immer, dass man jedem die Chance geben muss, sich weiterzubilden. Also hab ich sie noch kurz rein gelassen…“

„Misses Goodlyn? Wie sah diese Frau aus?“, Giles folgte Charlottes Erklärungen und musste sofort an Vi denken. Ja, alles passte genau. Nur warum sollte eine Jägerin eine Unschuldige angreifen? Es ergab keinen Sinn und verwirrt putzte sich Rupert Giles erst einmal die Brille. Diese ließ er beinahe fallen, als Charlotte weiter sprach: „Da war noch was, was ich Ihnen sagen muss. – Die junge Frau blieb plötzlich einfach stehen. Sie verschwand nicht zwischen den Regalen. Sie suchte nicht mal nach einem Buch. Sie drehte sich einfach nur um und blickte hinter mich, zu ihren Komplizen.“ Giles fuhr herum und sah Charlotte misstrauisch an. Einer musste einfach lügen, sei es Vi oder Charlotte. Nur wer und warum? Keiner von Beiden hatte einen Nutzen aus dieser Lage, zumindest schien das so. Aber es musste einen Weg geben und so setzte Giles seine Brille wieder auf die Nase und stellte Charlotte eine Frage: „Wer war hinter Ihnen?“

Faith hatte sie schon erwartet, als Vi plötzlich um die Ecke bog. Die junge Jägerin sah die Brünette an und legte dann ihren Kopf schief: „Es scheint, als wüsstest du es. Bravo, Faith, jetzt musst du doch stolz auf dich sein oder? Du konntest Buffy nie das Wasser reichen und uns, mich konntest du auch nicht retten. Wie viele Jägerinnen sind wohl gestorben in dieser Schlacht?... Ich habe sie gesehen… die Angst in ihren Augen und den Schmerz, als sie den Tod fühlen konnten… Wo warst du?“ Faith wurde langsam wütend, aber sie wusste auch, dass es nichts bringen würde. Es gab nun einmal keinen Weg, es wirklich zu vernichten. Es war überall und Vi, ja, sie war nur eine von vielen Erscheinungen. Faith hatte es schon in so vielen Toten gesehen, dass sie es eigentlich hätte erkennen können. Das Urböse… es war immer noch da und es würde niemals aufhören zu existieren. Aber sie würde sich nicht abbringen lassen. Sie musste es Giles erzählen und jemand, der nicht einmal etwas anfassen konnte, würde sie nicht aufhalten können. Sie war die Jägerin, eine der Auserwählten und es würde sie keine große Mühe kosten einfach durch Vi durchzulaufen. Es war doch nicht wirklich.

Nur eine bloße Erscheinung einer jungen toten Frau… auf einmal tat es Faith leid, was sie über die kleine Jägerin gesagt hat, die einfach zu früh verstorben war. Sie hatte doch noch ihr ganzes Leben vor sich gehabt und nun war einfach alles vorbei. Noch ehe es richtig anfangen konnte und dann musste Faith an sich selber denken. Sie hatte sich ihr eigenes Leben verbaut und konnte noch immer nicht über ihre Fehler hinwegsehen. Bei den vielen Anwärterinnen hatte sie sich wohl gefühlt. Alle hatten zu ihr aufgesehen und wollten so kämpfen können wie sie. Sie wollten ihre eigenen Erfahrungen machen können und trotzdem von Buffy und Faith lernen, doch für einige von ihnen hatte es einfach nicht gereicht. Vi war eine von ihnen gewesen und sie tat Faith Leid… das unten zu liegen, auf dem Höllenschlund, begraben unter einer zerfallenen Stadt. Einfach da unten unter so vielen Knochen und den Überresten von Vampiren, umgeben von der ewigen Dunkelheit der Erde.

Aber Faith konnte nichts mehr für Vi oder eine andere Jägerin tun. Tod ist tot und kommt auch nie wieder zurück. Aus diesem Grund sah Faith die falsche Vi nun mit einem intensiven Blick an und lief los. Immer gerade aus und ohne Rücksicht auf Schatten oder Geräusche. Immer weiter auf der Suche nach Giles und Oz. In diesem lief sie nach einem weiteren Bücherregal einfach hinein. Sie hatten sich beide nicht gesehen und lagen nun auf dem Boden. Ziemlich peinlich für eine Jägerin, denn sie hätte ihn ja wittern müssen. Oder nicht? Schwer zu sagen, denn immerhin war er ja kein Wesen der Nacht mehr. Er war bloß ein Mensch, der von diesen Dingen Ahnung und es doch selber überstanden hatte. Jetzt musste er aber erstmal aufstehen, genau wie Faith. Beide sagten nichts, sondern wussten selbst, dass sie Giles finden mussten, der noch immer in seinem Büro war. Zusammen mit Charlotte, deren Geschichte langsam einen Sinn ergab. Sie war angegriffen worden und zwar von einem Harbinger… ein Todesbote des Urbösen, der nur Jägerinnen tötet… Jägerin, ja Charlotte Goodlyn musste ein von ihnen sein. Warum fand immer nur er solche Mädchen, die erst so hilflos sind und dann die ganze Welt retten können? Immer wieder liefen ihm solche Mädchen über den Weg – Buffy – Kendra – Faith – Vi – Kennedy – Molly – Amanda… und nun Charlotte.

Sie waren alle anders und doch durch etwas verbunden. Diese Macht und die Bestimmung die Welt zu retten… er würde immer nur daneben stehen und sie anleiten, bis sie ihren eigenen Weg gehen konnten. Dann verschwanden sie alle wieder aus seinem Leben und er aus ihren. Bis dann irgendwann das nächste Mädchen auftauchte… ein Kreislauf ohne Ende. Denn auch Charlotte fragte ihn nun, was eigentlich passiert war und dann drehte er sich zu ihr um, um ihr alles zu erklären. Sie hörte ihm aufmerksam zu und stellte keine einzige Gegenfrage, sondern wartete damit, bis er mit seinen Ausführungen fertig war: „Ich habe gedacht, dass wäre alles nur ein Traum gewesen… ich wollte nicht, dass es wirklich wahr ist… aber wenn sie es jetzt auch sagen, dann muss es wahr sein, nicht wahr, Mister Giles?“

Rupert nahm die Brille von seiner Nase und putzte diese mit einem Brillentuch. Er versuchte seine Gedanken zu ordnen und dachte darüber nach, was Charlotte ihm gesagt hatte: „Wer hat noch mit Ihnen gesprochen? Wer hat Ihnen das gesagt, was ich Ihnen gerade gesagt habe?“ „Na, diese Vi – sie hat gesagt, dass ich wie sie bin. So allein und ohne Freunde, weil immer alle vor mir Angst haben. Mister Giles, Sie wissen es, Sie wissen, dass ich stärker bin als andere und… ich… ich kann diese Vampire sehen… niemand will mehr etwas mit mir zu tun haben, Mister Giles… Vi hatte Recht, ich bin allein… und dann hat sie auch mit den anderen Sachen Recht gehabt… ich muss sterben, Mister Giles.“

Giles setzte die Brille auf seine Nase und nahm Charlotte in die Arme. Sie musste nicht sterben. Das hatte das Urböse nur gesagt, um sie zu verunsichern und zu schwächen. Doch nun musste Charlotte stark sein und durchhalten. Sie mussten zu den anderen, denn nur gemeinsam konnten sie noch etwas ausrichten. Also humpelte die Jägerin an Giles´ Seite durch die Bibliothek auf der Suche nach Faith und Oz. Diese standen sich in einem der Gänge gegenüber und Faith war etwas komisch zu mute. Sie wusste nicht genau, was es war. Doch es ließ sich auf keinen Fall abstreiten. Es lag etwas in der Luft und das irritierte sie. Wenn sie nicht selbst gespürt hätte, dass Oz sie angerempelt hatte, dann würde sie jetzt glauben, dass sie es wieder mit dem Urbösen zutun hatte. Aber sie hatte ihn gespürt und ihr Arm tat jetzt immer noch weh. Was war es also dann? Was ließ sie so skeptisch sein? Warum konnte sie nicht glauben, was sie wirklich vor sich sah?... Ihr Arm brannte wie Feuer, aber Oz schien das nicht aufzufallen. Er drehte sich um und gab ihr ein Zeichen, dass sie weitergehen sollten. Aber wohin weitergehen? Keiner von ihnen wusste, wo Giles´ Büro war oder doch? Was verbarg der ehemalige Werwolf vor ihr?
Ah, der Arm brannte immer mehr und Faith konnte nicht länger warten. Sie wollte sehen, was sie so verrückt machte und schreckte auch schon bald darauf zusammen…

Auf dem Weg durch die Bibliothek dachte Giles an seine erste Jägerin Buffy. Sie hätte jetzt einen klaren Kopf bewahrt und die Situation in die Hand genommen. Sie war schon immer selbstständig gewesen und das konnte sie bis zum Schluss nicht ablegen. Was sie jetzt wohl machte?... Wohl keine Dämonen jagen, denn all die Jahre hatte sie sich ein normales Leben gewünscht und das sollte sie jetzt auch genießen. Und auch wenn Rupert Giles nun überlegte, sie doch irgendwie zu informieren, verwarf er diesen Gedanken schnell wieder. Sie sollte ihr Leben leben dürfen und das in vollen Zügen. Er hatte eine neue Aufgabe und die würde er gewissenhaft erledigen. Ja, er würde wieder ein Wächter sein und das wahrscheinlich noch sein ganzes Leben lang. Aber was war das Schlimme daran? Er hatte es doch immer gern gemacht und konnte mit seinem Wissen und seiner Erfahrung glänzen. Eigentlich konnte es gar keinen schöneren Beruf für ihn geben. Seine Augen strahlten schon jetzt bei dem Gedanken an eine neue Scoobie-Gang, die ihn durch ihre ganz eigene Art faszinieren würde, und Charlotte entging das nicht. Sie sah Giles von der Seite an und merkte, dass er sich auf dem Weg veränderte. Er war auf einmal stärker als zuvor und zuversichtlicher. Er hatte eine neue Hoffnung geschöpft und auch sie wollte davon profitieren: „Mister Giles, glauben Sie, dass wir hier wieder raus kommen?“

„Charlotte, ich darf doch Charlotte sagen, oder?... Also weißt du, du bist eine Jägerin und ich weiß, dass du keine Angst haben musst. Du hast eine Kraft in dir, an die du glauben musst und dann ist alles möglich.“, Giles sah Charlotte an und hoffte, dass sie auf seine Worte hören würde und tatsächlich nickte sie. Nachdem sie einmal tief durchgeatmet hatte, ließ sie ihn los und versuchte alleine ihren Weg fortzusetzen. Sie wusste, dass sie nicht stark genug war, um schon zu kämpfen. Aber wenn sie sich nur abstützte, würde das nie etwas werden.

Faith zweifelte an sich selbst, hatte sie ihre Kräfte verloren? Wieso hatte sie nicht erkannt, dass es nicht Oz war und auf andere Weise doch Oz war… sie hatte nicht den Menschen vor sich, sondern den Werwolf. Das Wesen, von dem Oz hoffte, es besiegt zu haben. Aber nun stand es da und sah aus wie der rothaarige Bassist. Sie hatte keinen Unterschied gesehen und das verunsicherte sie. Faith wurde unruhig, denn wie sollte sie wissen, ob sie nicht nun auch zum Werwolf werden würde? Sie war schließlich verwundet worden und nun ebenfalls mit dem Blut des wilden Tieres infiziert. Während sie noch darüber nachdachte, was das für Auswirkungen haben könnte, witterte Werwolf-Oz ihre Nervosität. Es war schwach, aber das lag wohl daran, dass sie sich als Jägerin nicht leisten konnte eine falsche Entscheidung zu treffen. Sie musste immer einen klaren Kopf behalten und die Situation vor ihrem inneren Auge sehen können. Aber genau das sollte sie besser nicht tun… er hatte doch einen Auftrag bekommen und nun war sie doch zu früh dahinter gekommen. Es würde nicht einfach werden, ihr Vertrauen wieder zu gewinnen. Denn wem vertraute Faith schon wirklich – eigentlich doch niemandem und wie sollte ausgerechnet er es dann schaffen? Es schien so unmöglich zu sein, aber er durfte nicht aufgeben. Man würde ihm nur diese eine Chance geben und er musste es gut machen. Er wollte nicht zurück in diesen menschlichen Körper.

 

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