9.5. Erschreckende Wahrheit
Gladys und die Vampirin wachten an
Händen und Füßen gekettet auf. In der Luft schwebendblickten beide ängstlich an
sich hinunter und sahen mehrere ebenfalls angekettete Dämonen, die aus
vollem Leibe schrien. Unter ihnen war ein großes Loch mit einem Meer bestehend
aus Flammen und brodelten Hinzedämpfe, die langsam nach in die Richtung der
Frauen stürmten. "Oh mein Gott, wo sind wir hier und wieso kann ich mich als
Vampir selbst sehen?", schlotterte Gladys und sah ihr Ebenbild mit Vampirvisage
an. "Du bist so blöd und naiv, weißt du das? Ich bin es, deine todgeglaubte
Schwester Olivia. Diejenige, die noch während der Schwangerschaft im Mutterleib
gestohlen wurde! Ein einsamer weiblicher Vampirgeist hatte in ihrer Trauer ein Pakt mit
dem Schattendämon geschlossen, der ihr ein Kind versprach. Und wie es das
Schicksal wollte, hat der Dämon mich aus dem Bauch
deiner oder besser gesagt unserer Mutter gestohlen. Da waren wir gerade mal eine
Woche alt."
"Ich glaube dir kein Wort.
Ich bin ein Einzelkind und habe keine Zwillingsschwester."
Langsam aber sicher ging es Olivia auf die Nerven, dass ihre Schwester ihr nicht glauben wollte. "Seit du klein bist, hast du immer wieder kleine Gedächtnislücken? Fragst du dich nicht als, wie du an manchen Orten gelangen konntest und hast du dich nie gefragt, woher die ganzen Kratzwunden und zerrissenen Kleider kamen? Du wurdest sogar von Ärzten untersucht und diese haben einfach Schizophrenie diagnostisiert, doch in wirklichkeit war es einfach die Verbindung zwischen dir und mir. Ich habe gelernt dich zu kontrollieren und in deinen Körper zu erscheinen.."
Gladys war geschockt und konnte kein Kommentar dazu sagen. Endlich hatte sie eine Lösung, doch diese war nicht gerade erfreulich. "Und nun sitzen wir gemeinsam in der Hölle. Nach 24 Jahren können wir endlich Schwestern sein und glaub mir, ich versuch uns wieder hier rauszubringen... und wer weiß, vielleicht könnten wir wieder ein normales Leben führen. Mit deinem Blut könnte ich nämlich wieder ein Mensch werden.. Wie gesagt, falls wir wieder das Tageslicht erblicken..."
„Und was sollen wir nun machen? Wir sind aufgeflogen. Die Zeit zurückdrehen können wir leider nicht mehr, da die Krieger von unserer Schwester nun alle auf der Welt wiedergeboren wurden. Ohne einen triftigen Grund, genehmigen die anderen Götter uns diesen Schritt nicht einzuleiten, auch wenn sie ebenfalls eine Dämonenlose Welt haben möchten. Sie haben Angst, dass wir durch unsere Aktionen alles durcheinander bringen könnten.“ Verzweifelt blickte Atropos in die Augen von Lachesis, die ebenfalls ratlos war. „Nein da gibt es doch noch...“ Atropos fiel ihr ins Wort, da sie ahnte, was Lachesis in ihrer Verzweiflung vorschlagen würde „Denk nicht mal daran, dass in die Tat umzusetzen, was du gerade vorhast..."
Während sie noch hin und her überlegten, wie sie die ganze Situation wieder gerade biegen konnten, tauchte ein schwarzer Nebel vor ihnen auf. Beide erschraken sich im ersten Moment und dachten, dass derjenige, der gerade in Nebel zum Vorschein kam, die Seele von Mitch holen würde, doch stattdessen trat er zu den Moiren. „Ich habe mitbekommen, dass ihr ein Problem habt. In den letzten Zehn Minuten musste ich soviele Seelen abholen, dass ich keinen weiteren mehr sehen möchte - Vorerst halt nicht. Soll ich dafür Sorgen, dass dieses Chaos wieder beseitigt wird? Ich kann euch dabei helfen.“ Misstrauisch spitzte Atropos ihre Lippen zusammen. „Du glaubst doch selbst nicht, dass wir mit dem Tod persönlich zusammenarbeiten wollen.“ Der schwarze Mann mit der Sense schüttelte den Kopf und legte seine Kutte ab. Zum Vorschein kam ein gewöhnlicher Mann, der Mitte zwanzig sein müsste. "Ich bin nicht der Tod selbst. Da irrt ihr euch. Ich bin nur ein Seelenbegleiter in die Hölle. Wollt ihr, dass ich nach und nach die Menschenseelen in die Hölle begleite und eure geliebten Krieger zu den Dämonen stecke, die nur darauf warten, diese wieder in die Finger zu bekommen? Ich bin nicht der Feind, ich erledige nur meine Aufgabe, die ich bekommen habe." "Ja und wie willst du uns denn helfen?", funkte Lachesis dazwischen und ging zum schwarzen Mann.
"Ich könnte dafür Sorgen das alles wieder hergestellt wird.
Die Verünglückten würden wieder zum Leben erwachen und alles vergessen haben,
was sie in den letzten Stunden erlebt haben. Ich gebe euch die Sonne zurück und
stelle die Normalität wieder her." "Du willst die Zeit
zurückdrehen?" Kopfschüttelnd antwortete der Mann, dass es eine andere
Möglichkeit gab. "In der Hölle Schulden mir
noch einige Dämonen einen Gefallen, die euch dabei helfen könnten." Atropos runzelte die Stirn,
weil sie nicht glauben wollte, dass der Sensenmann ohne Grund seine Hilfe anbot. Irgendetwas
war faul an dieser Sache. "Willst du ins nicht sagen, weshalb du uns wirklich
helfen möchtest? Du willst doch sicherlich eine Gegenleistung." In seinem
Gesicht trat ein ertapptes Lächeln hervor. "War ja klar, dass ihr das fragt.
Aber ihr habt Recht, ich habe ein Anliegen." Gespannt sahen die Göttinnen den
Sensenmann an. "In naher Zukunft wird die Dämonenmutter den zweiten von The
Ultimate Se7en erwecken. Thanitus, mein Bruder, den ich selbst in die Hölle
verbannt habe, weil er zu gefählrich wurde und seither von mir bewacht wird! Sie
ist gerade dabei einen potenziellen Menschen auf der Welt zu suchen. Hat sie
erst einmal eine Person ausgesucht, will die Dämonenmutter mich vernichten, um
an Thanitus zu gelangen. Da ich nicht die Macht dazu habe, gegen die
Dämonenmutter anzutreten, müsst ihr mich wieder aus der Hölle holen, wenn sie
mich getötet hat..."
Lachesis und Atropos sahen sich mit offenen Mund an "Jemanden aus der Hölle zu holen ist sehr riskant und mit viel Mühe und Arbeit verbunden. Ich weiß nicht, ob wir diesen Schritt machen können." Der Sensenmann blickte zu Atropos, die bis jetzt noch nichts gesagt hatte. "Wollt ihr wirklich Thanitus, den Tod persönlich auf der Welt haben? Ich bin womöglich der einzige, der mein Bruder aufhalten kann, da ich ihn als einziger richtig kenne." Zögerlich wandte sie sich zu Lachesis und ging in sich. Sie war hin und her gerissen. Zwischen Gut und Böse, tauchte Klotho aus heiterem Himmel auf, die bis jetzt bei den anderen Göttern war, um einen Rat einzuholen. "Also ich habe die Anderen gefragt und die meinen, dass die Krieger die Dämonen aufhalten sollten... Eine bessere Lösung fällt ihnen momentan nicht ein." Dann erblickte Klotho den Sensenmann und fand diesen ohne seiner düsteren Kutte, die immer sein Gesicht verdeckt hatte, recht attraktiv. Mit einem zwinkern begrüßte sie denn schwarzen Mann. "Oh lala. Wer hätte das gedacht, dass sich so ein Hübscher hinter den schwarzen Mann verbirgt." "Hypnos (der Name vom Sensenmann) ist gekommen um uns einen Deal vorzuschlagen, der bis jetzt ansprechender als der von den Göttern kam", fing Atropos an und unterbreitete ihrer Schwester dessen Vorschlag. Danach wollte Klotho wieder zurück zu den Göttern um nach ihrer Meinung zu fragen. "Sagt mir, wenn ihr euch entschieden habt. Ich muss jetzt die Seelen aufsammeln, die Alucard bei ihrer jagt nach Blut hinterlassen hat..." Nach diesen Worten setzte Hypnos seine Kutte wieder auf und verschwand in einem schwarzen Nebel.
***** Heute: gegenwärtige Zeit *****
(Abschnitt von 9.1.)
„Es wird unsere Kräfte für eine längere Zeit beeinträchtigen und wir könnten dadurch leichte Beuten für die Dämonen werden. Sollten wir das wirklich machen?“ Sorgenfalten zogen sich über Atropos Stirn, die etwas Angst davor hatte, dass in die Tat umzusetzen, was ihre Schwester Lachesis vor hatte. „Ich würde eine andere Lösung auch bevorzugen, aber siehst du hier irgendeine andere Möglichkeit?“ Atropos wandte sich von Lachesis ab und sah die Verwüstung, die im ganzen Downstate Medical Center war. Plötzlich hörten sie ein Rascheln und kurz darauf rannten Tyler und Ethan in den Raum und atmeten schwer. „Sie ist uns entkommen… Leider.“ Bedrückt blickte er zum Medizinstudenten und ärgerte sich, dass er ihn nicht retten konnte. Als mehrere Schritte und Stimmen zu hören waren, drehten sie sich alle zur Tür. „Sie sind alle weg. Kein einziger ist übrig geblieben.“ Erst jetzt sah Ellen den Verunglückten. Die anderen zwei Krieger, die hinter ihr standen, rissen daraufhin entsetzt die Augen auf und konnten kaum glauben, was in ihrer Abwesenheit geschehen war. Schluchzend fiel die blonde Kriegerin in die Masons Arme. „Mason das glaub ich nicht, wie konnte das nur passieren?“ Fassungslos drückte er sie näher zu sich und legte seine Wange auf ihren Kopf. „Ich weiß es leider nicht Ellen, ich weiß es nicht…“
Lachesis trat in die Mitte und wartete, bis Sharon auftauchte, um ihnen mitzuteilen, was sie für eine Lösung für das ganze Chaos hatten. Ja, die Göttin sah keine andere Möglichkeit aus dem Schlamassel zu kommen und war bereit, Hypnos Vorschlag anzunehmen. "Wir werden ihn jetzt rufen, um unsere Entscheidung mitzuteilen." Kurz daraufhin tauchte er wieder auf, doch sehen konnten ihn nur die Moiren, auch sonst war dieser eigentlich nur für verstorbene Menschen zu sehen. Die anderen verspürten während seiner Anwesenheit eine unbeschreibliche Kälte, die am ganzen Körper für Gänsehaut sorgte. Erst als der Sensenmann seine Kutte abnahm, wurde er für die anderen sichtbar. "Geht beruhigt nach Hause und macht so, als wäre nichts gewesen. Ihr werdet noch über alles bescheid wissen, doch die anderen nicht mehr. Es wird der Tag kommen, wo ich um eure Hilfe bitte."....
Am Abend: Im Restaurant 360
Tyler und Ava haben ihre ganzen Freunde
und Familie eingeladen um die Verlobung bekannt zu geben (Tyler hatte das schon
geträumt, doch im Traum war es schon zu Ostersonntag, 4. Episode). „Ja
und was gibt es denn so besonderes, dass wir alle hier in das Restaurant
eingeladen worden sind?“, fragte Miss Darwin
und zappelte unruhig auf dem Stuhl. Diejenigen, die die erfreuliche Nachricht
schon wussten, lachten innerlich und warteten auf die verblüfften Gesichter von
den Eltern. Um die Spannung ein Ende zu setzen nahm Tyler Avas Hand und streckte
diese in die Mitte des Tisches. Als die Eltern den Ring an ihrem Ringfinger
entdeckten, lachten sie vor Freude auf. „Oh mein
Gott.. Edward siehst du das? Unsere Tochter wird heiraten!“
Avas Mutter sprang ihrer Tochter überglücklich in die Arme und drückte sie. Mit
Tränen in den Augen wandte sie sich dann zum zukünftigen Mann. "Du
hast dir aber Zeit gelassen. Edward und ich haben uns schon gefragt, wann du
endlich auf die Knie fällst." Verlegen, kratzte
Tyler sich an den Kopf und blickte zu seinen Eltern hinüber, die ihr Glückwunsch
gratulierten. Für jeden gab es eine herzliche Umarmung und
dann klopfte Tylers Vater, Paul Carrendoor ihm auf die Schulter. "Ich
bin so stolz auf dich. Ava ist echt eine Schwiegertochter, die sich jeder
wünscht! So lieb und hilfsbereit."
Nachdem die Eltern sich wieder hingesetzt haben, stupste Tyler seine Freundin an und flüsterte leise, dass sie nun an der Reihe war. "Eine Feier, zwei Ankündigungen. Du bist jetzt an der Reihe." Seit heute Morgen überlegte Ava sich, wie sie ihre Schwangerschaft offenbaren könnte und da sie es irgendwie nicht in Worte zusammenfassen konnte, obwohl es eigentlich nur drei Wörter waren - Ich bin Schwanger- wollte sie es anders zeigen. Die werdende Mutter stand auf, legte ihre Hände auf den Bauch und bewegte sie vor und zurück. Da alle Augen nun auf sie gerichtet waren, leitete sie einen Satz an. "In 9 Monaten..." Ava konnte gar nicht aussprechen, als plötzlich das Kreischen ihrer Mutter ertönte und diese wieder aufsprang, um ihrer Tochter noch einmal in die Arme zu fallen. "Na ist das denn zu fassen? Unsere Kinder werden tatsächlich erwachsen", warf Edward Darwin Paul Carrendoor zu, der leicht irritiert seinen Sohn anblickte. Wie die Zeit verging, dachte dieser und schenkte Tyler ein zufriedenes Lächeln. Da nur Hope von der Schwangerschaft wusste, schauten sich Ethan und Carmen verwundert an. "Hast du das gewusst Ethan?" Kopfschüttelnd erwiderte er Carmen, dass er genauso Unwissend war wie sie und schon etwas überrascht über diese Nachricht war. Es war dennoch keine schlimme Nachricht, weshalb Ethan seinem besten Freund zu seinem Nachwuchs beglückwünschte und ihn auf die Schulter klopfte. "So ist es richtig. Die Carrendoor Gene muss weitervererbt werden." Er wollte nicht nur auf Tylers tolle Karriere anspielen, sondern auch auf die außergewöhnlichen Fähigkeiten, die Tyler womöglich seinen Kindern weitergeben konnte. Ein Beweis hatte er ja - Dwight...
Hope sprang daraufhin auf und rief die Bedienung zu sich. "Also wir haben heute etwas zu feiern. Könnten sie bitte für alle Anwesenden, außer der hübschen braunhaarigen Frau mit dem knallroten Gesicht zu mir schaut, Champagner bringen? Sie erwartet nämlich ein Kind und darf daher kein Alkohol zu sich nehmen." Mit einem Augenzwinkern, den Hope zu ihrer Freundin warf, wollte Anwältin auf das Brautkleid aufmerksam machen. "Ihr glaubt ja gar nicht, was für ein wunderschönes Kleid wir beide ausgesucht haben. Da bekommt man glatt selbst Lust zu heiraten, aber momentan wüsste ich nicht wer da in Frage kommen könnte. Vielleicht muss Ava ja mir das Kleid geben, da sie am Bauch in den nächsten Monaten runder wird. Wann ist denn überhaupt die große Feier?" Ava verdrehte lachend ihre Augen, da Hope wieder ohne Luft zuholen quasselte und gab Tyler einen liebevollen Kuss. "Hope hat recht. An welchem Tag wollen wir denn heiraten?" Noch bevor Tyler darauf antworten konnte, verspürte er einen stechenden Schmerz in seinen Kopf, der hartnäckig blieb und ihn daran hinderte, etwas zu sagen. Ethan und die restlichen Verwandten und Freunde starrten ihn erschrocken an. Schwankend verschwamm langsam Tylers Sicht und konnte nur noch schwache umrisse sehen. Die klaren Stimmen entwickelten sich zu einem unerträglichen lautem Hall.. "Oh mein Gott. Tyler, holt sofort Hilfe", schrie Ava und beugte sich zu ihrem Freund, der vom Stuhl kippte und reglos am Boden lag. Ethan bestand darauf, Tyler nicht in das Krankenhaus zu fahren, sondern einfach nur in die Toilette zu bringen. Vielleicht hatte sein bester Freund wieder eine Vision und würde deshalb bald wieder ansprechbar sein. Er musste einfach nur geduldig auf das erwachen seines Freundes warten. Diesmal bekam Tyler nicht nur eine Vision, die ihn eine nächste Aufgabe mitteilte, nein, diesmal wurde Tyler auf eine bestimmte Person aufmerksam gemacht, die zu seiner Verwunderung dringend seine Hilfe benötigte...
Tyler riss seine Augen auf und war
mitten in einem dunklen Raum, die nur durch kleine Fackeln beleuchtet wurde.
Dwight, der ebenfalls im Raum war, versuchte verzweifelt aus dem Zimmer zu
gelangen. Mit seiner Fähigkeit zu Orben, kam er leider nicht wirklich voran.
Immer für Sekundenbruchteile löste er sich auf und knallte kurz daraufhin unsanft auf sein
Gesäß. "Verdammt, wo bin ich denn hier?",
schimpfte Dwight und tastete sich langsam vor. Unerwartet spürte er etwas
knockiges am Boden, die er gerade berührt hatte und schreckte verwundert zurück.
Als er erkannte, dass dies ein Bein war, ließ er ein angewidertes stöhnen aus
seinem Mund kommen. Doch hinter ihm war es nicht besser. Ohne nach hinten zu
blicken, tastete er sich zurück und fühlte eine abgetrennte Hand, die
einfach so am Boden lag. "Was zur Hölle geht
hier vor? Wo bin ich?" Durch einen leichten
Windzug wurden die Flammen an den Fackeln größer und leuchteten für einen kurzen
Moment den Raum auf. Mit entsetzen musste Dwight feststellen, dass er mitten in
einem Leichenkeller war und um ihn herum, unzählige zerstückelte Leichen lagen. Einem
fehlte zum Beispiel der Kopf, der womöglich irgendwo im Raum den Rest seines
Körpers liegen musste oder
dieser Mann, dem das Unterleib aufgeschnitten wurde und blutend neben einem
körperlosen Arm
lag.
Ein eiskalter Schauer lief durch Dwights Rücken. Dwight hatte ja schon vieles gesehen, aber so etwas derartig widerliches, hatte er noch nicht zu Gesicht bekommen. In diesem Moment konnte der junge Mann nur Angst und Furcht spüren, die immer größer wurden und ins unermessliche wuchsen. Seine Angst gelangte zum Höhepunkt, als diese Leichen auf einmal zu Leben erweckten und bedrohlich zu ihm gekrochen kamen. Mit mehreren Windstößen wollte Dwight die Untoten von sich fernhalten, doch diese blieben von seinen Windattacken unversehrt. Plötzlich packten zwei Hände Dwights arme und drückten ihn mit dem Rücken auf den Boden. Ein Kopf sprang auf seinen Körper und fing an, sich durch sein T-Shirt zu nagen. Mit all seiner Kraft, schrie der junge Mann um Hilfe und spürte, wie die Zähne sich zu seinem Bauch vorarbeiteten. Die Körperlosen Beine, stampften immer wieder auf die Brust des wehrlosen Mannes ein, der qualvoll mit seinen Tränen kämpfen musste, da der Schmerz immer schlimmer wurde. "Hillllfeeee.. Kann mich denn keiner Hören? Ach du scheiße... Ahhhh...." Der körperlose Kopf biss ausversehen in eine Kette mit einer Eidechse. Angewidert spuckte dieser, die Kette in Tylers Richtung, der total erstarrt da stand und kaum ein Wort herausbringen konnte. Doch er realisierte, dass etwas in seine Richtung geworfen wurde und blickte nun verwundert an sich hinunter. Fassungslos riss er sein Mund auf und blickte unglaubwürdig zu Dwight, der noch einmal seine ganze Kraft sammelte um nach der Person zu rufen, die ihm nur in dieser jetzt helfen konnte. "Dad? Daaaaaaaad......"
.... Ende der Episode