Rückblick: „Hallo Tyler... Können wir reden?...“ Tyler blieb der Atem weg. Eine Person mit dem er nie gerechnet hätte, stand ganz verschüchtert und nervös vor seiner Tür und blickte ihn mit einem unsicheren Gesichtsausdruck an. „Hi Ava...“ Sein Blick fiel zu Boden und er zögerte mit seiner Antwort…
7.1. Wie lange hält das Glück?
Zögerlich
ließ er die Krankenschwester in seine Wohnung. Beide gingen in das Wohnzimmer
und setzten sich auf die Couch. Eine kurze, aber für Ava ungemütliche
Situation. „
Die Krankenschwester starrte ihn mit gläsernen Augen an. Sie bereute alles so sehr und sie hoffte nun, dass er ihr vergibt. Dieser stand auf, er hatte bislang immer noch nichts dazu gesagt, und ging in sein Zimmer. Fragend folgte sie den Anwalt mit ihrem Blick bis zur Tür, die auf einmal zugeknallt wurde. Sie konnte einen kurzen Schrei von Tyler hören, der ziemlich verzweifelt und ein bisschen wütend war. Kurz darauf kam er wieder aus dem Zimmer und ging langsam zu Ava, tat aber so, als hätte es einen Schrei nie gegeben…
„Bevor du mir noch mal abhauen kannst, möchte ich eins von dir wissen…“ Ava drehte sich zu Tyler um, der hinterm Sofa stand und seine Hände darauf aufgestützt hatte, „Ja was denn?“. „Könntest du dir vorstellen an meiner Seite alt zu werden?“ Avas Wangen erröteten. Mit dieser Frage hätte sie nicht gerechnet. Nicht jetzt. Nicht nach der plötzlichen Trennung. Doch für Tyler war dies schon lange fällig, er wollte ja schließlich schon an Avas Geburtstag um ihre Hand bitten. Wenn nicht jetzt, wann dann? In ihrem Inneren brach ein Feuerwerk der Gefühle aus. Tränen bildeten sich in ihren Augen, als sie langsam aber so sicher wie nie zu vor, überwältigt nickte. „…Na bist du dann bereit mich zuheiraten, Ava Darwin?“. Tyler griff in seine Hosentasche und hielt ein Ring vor ihrer Nase, die sie zwar schon von ihren Träumen kannte, aber in Wirklichkeit tausend Mal schöner aussah und tausendmal mehr funkelte als in ihrer Erinnerung. Anstatt zu Antworten konnte Ava nicht anders und sprang vom Sofa hervor, direkt in Tyler Arme, wodurch die beiden zu Boden fielen. Dann sahen die beiden sich innig an. Ava gab ihm einen zärtlichen Kuss, „das heißt wohl ja“, flüsterte der Anwalt und erwiderte ihren Kuss…
****
„Nein,
dass darf nicht wahr sein. Nein! Wieso?“,
Dwight spürte, dass etwas geschah, mit dem er nicht gerechnet hatte. Wütend
lief er in seiner kleinen Wohnung, die er sich gemietet hatte, umher, „Wieso?
Ich hatte doch alles getan um die zwei voneinander zu halten.“
Verärgert lief er in sein Schlafzimmer und warf sich auf das Bett. Unter
seinen Bettkissen holte er eine Kette hervor, die für ihn sehr viel bedeutete,
„Wieso kann ich die Vergangenheit nicht
verändern? Wieso tritt sie trotzdem ein? Letztendlich habe ich nur geschafft,
dass die Vergangenheit sich etwas verzögerte.“
Er griff noch einmal unter den Kissen und holte ein Bild hervor, „Ist
es denn Schicksal, dass wir alle getrennt werden?…“
Dwight stand auf und ging zum Schreibtisch. Er konnte das nicht zulassen, er musste etwas unternehmen um die vermeintliche Zukunft der beiden aufzuhalten, schließlich war er nur deswegen in die Vergangenheit gereist. In seinen Gedanken versunken, sprach plötzlich eine Stimme zu ihm, die ihn aufforderte wieder zurück in die Zukunft zukehren. Daraufhin machte dieser eine ruckartige Handbewegung, wodurch ein weißes Loch erschien und er hindurch ging.
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Im Fitness-Studio
Ein Monat ist vergangen und Tyler war froh, dass in dieser Zeit keine
merkwürdigen Dinge geschahen. Er hatte dadurch mehr Zeit für sein Job, Freunde
und Ava, die seit dem Heiratsantrag wieder bei ihm wohnte. Mit der Hochzeit
wollten sie noch warten, da sie an dem Tag heiraten wollten, an dem sie sich
kennen gelernt haben. Die Idee kam allerdings von Ava. Wenn es nach Tyler
gingen hätten sie gleich am nächsten Tag heiraten können. Doch sie wollte eine
schöne und große Hochzeit. Wollte das denn nicht jede Frau? Ethan, der die
ruhige Zeit nutzen konnte, seinen Freund etwas aufzurüsten um ihn für den
Kampf gegen die Dämonen zustärken. Deshalb bot er Tyler an, immer abends im
Fitness-Studio, in einem kleinen privaten Raum, einige Kampftechniken und
Tricks beizubringen. Auch das handling mit diversen Waffen wurde dem Anwalt
gezeigt.
Anfangs stellte sich Tyler sehr ungeschickt an. Verständlich, denn er hatte ja eigentlich meistens nur seine Fäuste benutzt und das nicht oft, da er ja immer derjenige war, der die gesittete Art bevorzugte – das Schlichten! Heute war wieder ein Abend, an dem Tyler die Selbstverteidigung erlernte. Mit zusammengezogener Augenbraue, seine Faust vor seinem Gesicht gehalten, stand er in Kampfposition vor Ethan, der hinter einem Boxsack stand und ihn erklärte, wie man einen mit einem Schlag außer Gefecht setzen konnte, aber nicht tötete. „Hm.. Geht es auch ein bisschen weniger Rocky-mäßig?…“. „Ach sei ruhig.“ Tyler holte aus und schlug mit voller Wucht gegen den Sack, wodurch Ethan etwas nach hinten prallte. „Boah sag doch vorher bescheid, wenn du anfängst… Autsch…“
Der
Polizist ging hinter dem Boxsack hervor, lief Kopfschüttelnd zu einer Matte
und setzte sich darauf. Tyler hatte ein schlechtes Gewissen und lief zu seinem
besten Freund. Doch dieser meinte, dass er nicht aufhören sollte zu
trainieren. Warum war Ethan so besessen, dass der Anwalt sich in jeder
Kampfart bestens auskannte? Hatte er etwas zu verbergen? Doch der Zeitpunkt
ihn darauf anzusprechen, war unpassend. Ethan schlug sich leicht auf die
Stirn, denn ihm viel was Wichtiges ein. Er hatte fast vergessen, dass heute
das Abendessen mit Carmen war. Als er auf seine Uhr blickte, zählte er zurück,
wie viel Zeit er noch hatte. „Glaubst du, dass
du heute mal alleine zu Recht kommst? Carmen hat mich zum Essen eingeladen und
ich bin fast zu spät.“
Grinsend schaute der Anwalt seinen besten Freund an und bewegte dabei immer
seine Augenbraue auf und ab, wodurch dieser leicht rot wurde, „Na,
läuft da was zwischen euch? Ist da was am Brodeln? Komm mir als besten Freund
kannst du es sagen, ich meine Carmen ist bei weitem besser als Tara, die dich
von hinten und vorne verarscht hatte. Carmen würde das so wie ich sie
einschätze nicht machen.“ Kommentarlos lief
der Polizist in Richtung Ausgang und vermiet, dass der Anwalt in sein Gesicht
sehen konnte.
Keine Antwort? Mit dem wollte Tyler sich nicht zufrieden geben. Der Anwalt hechelte auf Ethan zu. Dann packte er den Polizisten und versuchte ihn auf den Boden zu werfen. Doch da hat Tyler nicht mit Ethans schnelle Reaktion gerechnet. Mit einem Ruck schleuderte der Polizist Tyler unsanft zu Boden und drückte sein Knie gegen die Brust des Anwalts, „Fast wie ein Mädchen. Aber nur fast. Du machst Fortschritte, Mister Carrendoor, wenn ich bedenke wie du anfangs warst...“ Er ging vom Anwalt und grinste diesen schadenfreudig an. „Also jetzt halt mich nicht auf. Ich will nicht unpünktlich sein!“ Mit aufgeblähten Backen trottete Tyler zurück auf die Matte…
****
Im Krankenhaus
Eine junge blonde Frau betrat das Krankenhaus und erkundigte sich nach Ava.
Die an der Information teilte ihr mit, dass sie im 2. Stock wäre, woraufhin
diese in den Aufzug stieg und sich freute nach mehreren Monaten ihre Freundin
wieder zusehen. Als die Aufzugtür aufging sah sie ihre beste Freundin schon
von weiten und fing an zu kreischen. Die Patienten und das Personal schauten
verwundert die Blondine an, die sich kein bisschen um die Blicke kümmerte, da
sie nur eine Person realisierte. „Ava. Oh mein
Gott… Oh mein Gott…“ Die Krankenschwester,
die ihren Namen hörte, trete sich zur Stimme, die am Ende des Flurs war. Als
sie die Person erblickte, die ihren Namen gerufen hatte, konnte sie sich
selbst nicht mehr halten und fing ebenfalls an aufgeregt zu schreien, während
sie zu ihr rannte.
„Hope.
Ist das denn möglich?“ Beide umarmten sich
herzlich. Eine kleine Träne kullerte über Avas Wange, die sie schnell wieder
wegwischte. Dabei schoss der Ring an Avas Finger sofort in Hopes Augen. „Oh
mein Gott… sag dass das nicht wahr ist. Bist du etwa…?“
„Ja. Wir beide sind verlobt.“
Sie umarmten sich ein zweites Mal und Hope konnte nicht glauben, dass ihre
Freundin verlobt ist. Sie freute sich so wahnsinnig für sie, da Ava diejenige
war, die immer zu ihr gesagt hatte, dass sie denjenigen heiraten wird, der sie
vom ersten Moment überzeugte.
Sie glaubte an die Liebe auf den ersten Blick, was Hope zu gern selbst erleben würde, aber bei ihr war es immer erst nach dem zweiten, dritten oder vierten Blick. Beide setzten sich auf die Stühle und erzählten sich alles. Ava kümmerte es nicht, dass sie eigentlich Dienst hatte, da ihre Freundin ihr viel wichtiger war. Diese erzählte ihr, dass sie für die letzten drei Monate in Manhatten war, um dort an einem großen Fall zu arbeiten - Hope war nämlich wie Tyler Anwältin.
Da sie aber merkte, dass sie in Manhatten ziemlich alleine war, beschloss sie wieder zurück nach Brooklyn zuziehen um dort wieder zusammen mit ihrer Freundin die Tage zu verbringen, „Und weißt du was? Ich habe mich bei Jackson & Lewis beworben, morgen habe ich schon das Vorstellungsgespräch!“ Ava riss strahlend die Augen auf und konnte das alles nicht glauben…
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Lynda (Lachesis), Amy (Atropos) und Kirsten (Klotho) Sawyer waren niemand geringeres als die Schicksalsgöttinnen – die Moiren. Kurz nach der ersten Begegnung mit Tyler, hatten sie schon den ersten Schritt als normale Menschen versucht, mussten es aber wieder rückgängig machen, da sie merkten, dass sich Tyler langsamer entwickelte, als sie erhofft hatten. Doch nun war die Zeit gekommen. Ethan, der eine große Stütze für Tyler war, half ihm dabei. Die Moiren nahmen also die Gestalten von gewöhnlichen Menschen an. Somit konnten die Dämonen sie nicht aufspüren, zumindest nicht so schnell. Klar gab es Mittel und Wege, doch alle konzentrierten sich eher auf die bevorstehenden Wiedergeburten der berüchtigten und gefürchteten Dämonen.

Doch alles hatte seinen Preis. Die Schicksalsgöttinnen gaben ihre Fähigkeit in die Zukunft zusehen auf, um als Menschen leben zu dürfen. Ok, sie waren nicht wirkliche Menschen, da sie immer noch Kräfte hatten, aber trotzdem gaben sie was Großes auf. Jedoch würde sich nicht viel Ändern, schließlich hatten sie ihr Wissen, welches sich über die Jahrhunderte angesammelt hatte und somit konnten sie Tyler und den anderen Helfen. Momentan war es nur Tyler, der ihre Hilfe brauchte, doch war das eine kluge Entscheidung? Amy, die wieder im Internet surfte, verspürte Unsicherheit.
War das denn das richtige, was sie getan haben? „Ist das nicht etwas unfair gegenüber den anderen?“ Klotho blickte verwundert zu Amy und wollte gerade Anfangen etwas zu sagen, als Lynda in die Wohnung stürmte. „So, wir drei haben nun eine Wohnung und haben auch anständige Jobs. Ich hoffe, dass ihr mit euren Jobs zufrieden seid. Atropos, ähm ich meine Amy du wirst im städtischen Kindergarten arbeiten und somit immer ein Auge auf die Kinder haben. Kirsten (Klotho) du wirst als Bankkauffrau tätig seinund ich werde ab morgen in der Psychiatrie arbeiten. Amy, könntest du Tyler wieder mit einer Email beglücken… Diese ganzen technischen Dinge heutzutage sind mir immer noch etwas fremd… Aber ich bekomme das sicherlich bald hin. Schließlich konnte ich nun ein Handy von einem schnurlosen Telefon unterscheiden…“ Kirsten und Amy fingen an zu kichern. Anders als ihre große Schwester hatten sie sich über die Jahre hinweg, heimlich die Fortschritte der Menschheit verfolgt, während Lynda sich mit alten Büchern befasste, um ihr Wissen für die bevorstehende große Schlacht zurüsten.
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Nachdem Tyler sich mit der Selbstverteidigung befasst hatte und in der Umkleidekabine unter die Dusche sprang, überlegte er, wie alles nun weitergehen sollte. Falls er Ava heiratete war sein Nebenjob ein großes Problem. Bisher konnte er dies gut verstecken, da es seit sie wieder zusammen waren, keine Übernatürlichen Dinge ereigneten. Doch falls es hart auf hart kommen sollte, was er natürlich nicht hoffte, wie konnte er ihr das mit seiner Bestimmung erklären? Wäre sie nicht die perfekte Zielscheibe, wenn man Tyler verletzen möchte? Ava war seine größte Schwäche und das würden sicherlich viele ausnutzen wollen. Die meisten Dämonen kannten Tyler besser, als er sie kannte und sie wussten auch über seine Vergangenheit bescheit. Verdammt – deutlicher ging es nicht, denn er war im großen Nachteil.
Nachdenklich drehte er den Wasserhahn wieder zu und lief zu seinem Spinnt, um sich frische Kleider anzuziehen. Auf der Toilette schloss er den Rasierer an die Steckdose und fing an sich zurasieren. Da er so in Gedanken versunken war, schnitt er sich versehentlich ein bisschen. Er blutete leicht. Etwas verärgert darüber drückte er ein Papiertuch, gegen seine Backe. Während er sich dabei im Spiegel beobachte, wurde es ihm auf einmal schlecht. Alles drehte sich in seinem Kopf und er konnte sich kaum aufrecht halten, torkelnd beugte er sich über das Waschbecken und ging langsam auf die Hocke.
Nein, nicht schon wieder. Fing das alles schon wieder an? Ein Monat hatte er Ruhe gehabt. Vier Wochen, die für ihn reinste Erholung waren, wurden mit jener Sekunde vorbei sein. Der Druck in seinem Kopf wurde immer Schlimmer und schlimmer. Es war noch kaum auszuhalten. Seine Hand hielt er noch so gut wie es ging am Waschbecken fest. Ein Mann, der gerade in die Toilette ging, wurde auf Tyler aufmerksam und fragte ihn, ob es ihm nicht gut ginge. Doch dieser hörte das nicht mehr. Er hatte wieder einen Wachtraum – Eine Vision, die Tyler in Angst und Schrecken versetzte…
Seine Vision
„Wo
zum Teufel steckt sie?“, fragte Ethan seinen
besten Freund, der sich duckend hinter einem Schrank versteckte, welches auf
den Boden gestoßen wurde. „Ich sehe sie nicht!“.
Langsam krochen die beiden hinter dem Schrank hervor und eilten zum Sofa. „Sie
sind hier!“, schrie Carmen (die nun wie in
der 2. Episode aussah), die plötzlich aus der Küche geeilt kam und mit ihrem
Finger auf die beiden zeigte. Hope und Ava rannten daraufhin aus dem
Schlafzimmer und wollten sich gerade auf die beiden stürzen, als diese sich
vom Sofa entfernten und Richtung Ausgang flitzten. Die drei Frauen jagten
ihnen nach.
Zum ersten Mal hatte er eine Vision mit sich selbst und anscheinend war etwas passiert. Etwas, was die Frauen so wütend gemacht hatte, dass sie die ganze Wohnung verwüstet hatten und der Anwalt konnte nicht glauben, dass er und Ethan was dafür konnten, doch wieso griffen die Frauen sie sonst an? Aus Spaß? Niemals, Spaß würde anders aussehen. Ethan riss die Wohnungstür auf und rannte hinaus. Dies tat auch Tyler, der ihm schnurstracks folgte. Beide stürmten die Treppen hinunter um aus dem Horrorhaus zu entkommen.
Im Treppenhaus lag Sophie an der Wand, ihre Kleider waren blutverschmiert und Tyler sah eine offene und - Gott war die tief - schreckliche Wunde. „Komm schon Tyler, du konntest nichts mehr für sie tun. Beeil dich bevor die anderen uns erwischen.“
Kaum ausgesprochen hörten die schon ein lautes Kreischen, welche von Hope, Carmen und Ava kamen. Ein genervter Mieter öffnete durch den Lärm die Tür, „Warum schreit ihr hier so herum? Lärmbelästigung… Da muss ich mich gleich beim Vermieter beschweren!“ Carmen, die gerade an der Wohnung vorbei rannte, stoppte kurz, zuckte ihre Waffe und erschoss den unschuldigen Mieter, der eigentlich nur durch den Lärm mitten in dem ganzen Schlamassel geriet. Dieser knallte gegen seine Wohnungstür und starb nach wenigen Sekunden, da die Kugel sein Herz traf. Draußen angekommen suchten die drei Frauen nach Tyler und den Polizisten, „Wo sind sie? Ahhhh!“ Wütend pirschten sie auf dem Gehweg und hielten Ausschau nach dem verletzen Anwalt.
Ava
entdeckte auf den Steinboden Blutflecken. Sie kniete sich hin, tupfte mit
ihrem Finger in das Blut. „Das ist noch ganz
frisch. Folgt dieser Spur!“ Der Anwalt
blutete stark und merkte in der Hektik nicht, dass die Frauen dadurch ein
leichtes Spiel hatten sie aufzuspüren. Tyler versteckte sich hinter einem
Auto, während Ethan sich hinter einer Mülltonne versteckte. Der Anwalt konnte
schon von weitem Ava hören, die schreiend nach seinem Namen rief. „Komm
nicht hier her, bitte…“ flüsterte er in
Gedanken immer und immer wieder. Er biss sich auf die Zähne, um den Schmerz,
der von seiner Wunde ausging, zu unterdrücken.
Ava war dicht am Auto, er sah sie nicht, aber er roch ihr Parfüm, welches so wahnsinnig verführerisch duftete… Tyler huschte auf die Straßenseite um nicht entdeckt zu werden. Doch Ava war nicht dumm. Sie musste nur ihren Instinkt folgen. Mit einem Satz sprang sie auf das Auto und erblickte den vor Angst erstarrten Anwalt. „Da bist du ja!“ Sie sprang ein zweites Mal, dieses Mal mit einer Faust auf Tyler drauf. Anders wie sonst, war der Aufprall nicht sonderlich schön und Ava hatte nicht wie immer ein freundliches Lächeln im Gesicht.
Nein, ein wütender und eiskalter Blick. Beide lagen am Straßenrand und wälzten sich auf den Boden. Mit einen gewaltigen Schlag ins Gesicht, konnte Ava ihren Freund für eine zeitlang überwältigen. Dieser verdrehte vor Schmerz seine Augen. Da er nicht mehr wusste wo vorne oder hinten war, stieß er seine Freundin von seinem Körper, die immer noch weiterhin auf ihn eingeschlagen hatte. Er wollte doch nur, dass der Schmerz aufhörte.
Ein lautes Huben, quietschende Reifen. Ein qualvoller Schrei, der nur kurz war, aber in Tylers Ohr für mächtig Furore sorgte. Obwohl Tyler sich in letzter Sekunde von der Straße abwenden konnte, gab es für Ava keine rechtzeitige Hilfe mehr. Ein Auto, welches mit hoher Geschwindigkeit die junge Frau am Boden zu spät aufstehen sah, erfasste sie und riss diese ungewollt mit… Viele Meter… Nicht so viele, dass sie nicht mehr zu sehen war, aber genug, um jemanden tödlich zu verunglücken.
„Ava!! Neeeeiiiiiin!!!“
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7.2. Intensiver
Orchideenduft
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