5 | Schuldgefühle

(Animationsbild braucht je nach Verbindung etwas länger)

Wenn nachts ein Kind nicht schlafen konnte, weil es durch merkwürdige Geräusche vom Schlaf abgehalten wurde, kann es sein, dass Boogey im Zimmer auf ihn lauerte. Meistens versteckte er sich in Wandschränken oder auch unter dem Bett. Ab und zu genügte auch nur ein dunkler Platz im Zimmer. Um sich bemerkbar zu machen, kratzt er immer wieder gegen das Holz um dem Kind Angst einzujagen.

Wenn das Kind dann vor Angst nur noch zitterte und der Schweiß eiskalt über seinen Rücken lief, so kroch er aus seinem Versteck hervor und flüstert leise seinen Begrüßungsritual „1 – 2 – 3, Boogey kommt vorbei“. Und wenn er erst mal vor dem Bett stand und sein dunkler Schatten an der Wand immer größer wurde, zog er die Bettdecke weg um das Kind mitzunehmen… „8 – 9 – 10, nun wird er wieder gehen“…

Also sollte sich ein Kind zweimal überlegen, bevor es nachts im Dunkeln unter sein Bett schaute. Schließlich könnte es sein, das Boogey dort auf ihn wartet…
Doch wieso taucht er immer nur bei Kindern auf? Wie grausam kann jemand sein, der sich an unschuldige Kinder vergreift? Die schuldigen ahnen nicht mal, dass sie den schwarzen Mann herbei gerufen haben. Wenn ein Kind einmal nicht hören wollte, so drohten die Eltern mit dem Satz „Und wenn du nicht brav bist, dann wird dich Boogey holen!“.

Jahrzehntelang jagte er Kindern Angst und Schrecken ein, doch zusätzlich gab es nun einen Nachfolger - sein Sohn Sookey.

Doch dieser beschränkte sich nicht nur auf Kinder. Man konnte ihn nicht herbeirufen. Man konnte ihn nur durch seine inneren Schuldgefühle anlocken. Und wenn er einmal da war, gab es auch kein entringen mehr. Ehe sein Opfer begriff, dass er da war, packte er sie am Fuß und riss sie unter das Bett. Zu erwarten war der qualvolle Tod, der ohne jegliche körperliche Verletzungen von dannen ging, da er lediglich die Schuldgefühle seiner Opfer versteckte…

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