Rückblick: Carmen bekam schreckliche schmerzen und fiel bewusstlos zu Boden. Als sie aufwacht, war sie nicht mehr sie selbst. Enyo, die griechische Hexe hat über ihren Körper Besitz ergriffen. Enyo rief nach ihren Schwestern. Kurz darauf klingelte es an der Wohnungstür.
2.2. Sumpfralle's Cinderella Story
Voller Freude öffnete Enyo die Tür, „Hallo,
ich habe mein Handy hier vergessen. Sie muss noch auf der
Couch liegen. Oh wie ich sehe geht es dir wieder besser.“,
wunderte sich Ethan und holte sein Handy.
Die Hexe hatte ihre Schwestern erwartet und war deshalb
sichtlich enttäuscht, „Äh,
ach du bist das nur. Ähm ja
also ich habe Schmerztabletten genommen und die wirken
sofort.“ Zögerlich ging er zur Tür und bevor er sich von
seiner Arbeitskollegin verabschiedete, blickte er ihr tief
in die Augen, „Ja ich bin es
nur. Irgendwie wirkst du anders. Naja egal, bis morgen. Sei bitte
pünktlich.“ Nachdenklich
stieg er in sein Auto und fuhr Richtung Tylers Wohnung.
In Tylers Wohnung
Ethan klopfte an der Wohnungstür.
Tyler war überrascht über die Anwesenheit von dem Polizisten
und bat ihn in die Wohnung. Bevor die beide ein Wort miteinander
wechseln konnten, funkte Ava dazwischen, „Ach
Ethan bist du schon wieder hier? Hat Carmen dich nicht mehr
ausgehalten? Huch, irgendwie wirkst du etwas benommen. Naja
wenigstens hat Tyler jetzt jemand zum Reden. ich bin nämlich
mit meinen Arbeitskolleginnen verabredet.“, quasselte Ava und verschwand
wieder in ihr Zimmer.
Ethan und Tyler setzten sich auf die
Couch. Der Anwalt grinste ihn dreckig an. „Da läuft nichts.
Hör auf über so was zu Denken. Ich sehe es in deinem Gesicht.
Aber du müsstest ja wissen, dass wir uns zu lange kennen.
Und außerdem war ihr auf einmal schlecht. Weshalb ich….“.
Es klingelte an der Tür und der Polizist wurde mitten in
seinem Satz unterbrochen. Aus dem Schlafzimmer schrie Ava,
dass es höchstwahrscheinlich ihre Arbeitskolleginnen sein
könnten und sie doch
bitte kurz warten sollten. Tyler lief zu Tür und schaute
irritiert als er die Person sah, die vor der Tür stand, „Ja
bitte? Wie kann ich ihnen weiterhelfen?“, fragte er die
Frau, die er offensichtlich nicht kannte. Eingeschnappt
lief sie in die Wohnung und gab Tyler einen leichten Klaps
auf den Kopf, „Wie immer noch so frech wie früher“.
Der Anwalt bekam große Augen und rieb sich am Hinterkopf,
„Sophie bist du das? Sumpfralle?! Was ist mit dir
passiert?“. Ethan, der alles mitbekommen hatte, konnte das
Lachen nicht verkneifen. Sophie, die Arbeitskollegin von Ava
und eine ehemalige Klassenkameradin von Ethan und Tyler setzte
sich auf die Couch. Böse starrte sie den Polizisten an, „Hey Sumpfralle,
äh ich meine Sophie gehst du heute etwa mit Ava und den
Anderen auf Tour? Du siehst übrigens super aus“,
äußerte er sich und konnte sich langsam wieder beherrschen.
Sie verdrehte ihre Augen und wartete geduldig auf ihre
Arbeitskollegin. Tyler setzte sich ebenfalls und war
still. Ihm war das so unangenehm und als seine Freundin
aus dem Schlafzimmer kam, rannte er zu ihr und zog sie bei
Seite. Er warf ihr vor, weshalb sie ihn nicht vorwarnen konnte,
dass aus Sumpfralle (Sophie) Cinderella geworden ist, „Ich habe
mich gerade voll blamiert“,
Ava lachte und lief zu Sophie.
Beide verabschiedeten sich und gingen aus der Wohnung. Kaum
war die Tür zu, fingen die beiden an über das neue Aussehen
von Sophie zu reden. Nach einer Weile fing Ethan über Carmen
zu reden. Er machte sich Sorgen, weil Carmen so merkwürdig
drauf war. Tyler klopfte ihn auf die Schulter und meinte,
dass jeder mal einen schlechten Tag hat und schaltete den
Fernseher an.
Onyx
Cafe
Ava und ihre Arbeitskolleginnen bestellten sich verschiedene
Cocktails. Während sie auf ihre Getränke warteten, fragte
eine wie Sophie sich über Nacht so positiv verändern konnte. Da
es ihr unangenehm war darüber zu sprechen, lenkte sie ab.
Doch sie wurde aufdringlich und ließ nicht locker. Wütend schlug
sie auf den Tisch, „Es ist doch egal wie ich das geschafft
habe oder? Und jetzt hör auf zu Fragen.“.
Ava beruhigte die braunhaarige und blickte in ihre Augen.
Irgendetwas war anders an ihr,
„Hast du Kontaktlinsen an oder wieso hast du plötzlich grüne
Augen?“.
Sie schüttelte den Kopf und meinte, dass sie kurz auf die
Toilette müsste. In der Toilette betrachtete Sophie sich im
Spiegel. Auch ihr fiel auf, dass sie plötzlich grüne Augen
hatte. Sie beugte sich näher zum Spiegel. Unerwartet kamen
aus dem Spiegel zwei Hände, die Sophies Gesicht gegen den
Spiegel pressten, „Ah Hilfe. Oh Gott, was ist das?“, schrie
sie und fuchtelte mit den Armen. Doch ihr Hilferuf konnte
niemand hören, da draußen Musik lief und niemand sonst auf
der Toilette war.
Die Hände umfassten mittlerweile den Kopf der
Krankenschwester. Der Spiegel zerbrach in Stücken, als ihr
Kopf mit voller Wucht gegen den Spiegel geschlagen wurde. Sophie verlor das Bewusstsein und lag Kopfüber im
Waschbecken. Langsam bildeten sich Bluttropfen, die von der
Stirn aus in das Waschbecken kullerten...
Ava und ihre Arbeitskolleginnen waren so tief in ihre Gespräche vertieft, dass sie gar nicht merkten, dass Sophie schon seit zehn Minuten auf der Toilette war. Sie unterhielten sich über ihre drei neuen Arbeitskolleginnen, die heute nicht anwesend waren. Die drei wären zwar nett, hätten aber irgendetwas komisches an sich, meinte Ava und wollte Sophie nach ihrer Meinung fragen, da sie mit den Neulingen zusammenarbeitete.
Erst
jetzt fiel ihr auf, dass Sophie immer noch nicht aus der
Damentoilette gekommen ist. Sie stand auf um nach ihrer
Arbeitskollegin zu schauen. Nichts ahnend machte sie die Tür
auf und entdeckte Sophie leblos über dem Waschbecken hängen.
Sie rannte zu ihrer Arbeitskollegin und entdeckte die große
Schnittwunde an ihrer Stirn.
Sie schrie um Hilfe und erst jetzt, merkten die im Cafe, dass es etwas schreckliches auf der Damentoilette passierte. Avas Arbeitskolleginnen und einige Kellner versammelten sich und einer von ihnen rief den Notarzt an. Tylers Freundin holte aus ihrer Tasche einen Taschentuch und versuchte die Blutung zu stoppen, während die anderen nur Fassungslos da standen.
In Tylers Wohnung
Ethan und Tyler schauten sich gerade „Mission Impossible 3“
an, als der Anwalt von seiner Freundin angerufen wurde.
Aufgeregt faselte von Sophie, „Tyler kannst du mich bitte
abholen? Sophie wurde schwer verletzt in der Damen Toilette
aufgefunden. Sie wird gerade ins Krankenhaus gefahren. Bitte
beeil dich. Ich habe Angst!“.
Der Anwalt blickte geschockt zu Ethan und teilte ihm mit,
dass sie Ava vorm Onyx Cafe abholen müssen, da Sophie mit
schweren Verletzungen in das Krankenhaus gefahren wurde. Sie
verloren keine Minute und fuhren direkt los.
Onyx Cafe
Am Cafe angekommen, sichtete Tyler seine Freundin, die total
aufgelöst in das Leere starrte. Ava rannte zu Tyler und
drückte ihn fest, „Ist ja gut, aber was genau ist
passiert?“, fragte er sie und strich ihr über den Kopf.
Unter Tränen antworte sie, dass sie Sophie blutüberströmt
auffand. Ethan signalisierte seinem Freund, dass er in das
Cafe ging um nachzuschauen, „Ihr könnt schon einmal
vorfahren um nach Sophie zuschauen. Ich bleibe hier und
schau mir mal die Sache genauer an!“. Der Anwalt nickte und
ging mit seiner Freundin langsam zum Auto.
Im Krankenhaus
Die Notärzte transportierten sie mit einer Liege vom
Krankenwagen direkt in die
Notaufnahme. Sophie war immer noch bewusstlos und schwebte
in Lebensgefahr. Als die Ärzte ihre Bluse aufknöpften,
entdeckten sie weitere Verletzungen am Bauch. Die Wunde fing
unerwartet an zu bluten, „Stoppt die Blutungen! Wir müssen
die Schnittwunde schließen“,
schrie der Arzt. Doch Sophies
Puls verringerte sich um jede Minute.“.
Unruhe
herrschte im OP Saal, Bereitet alles für die Reanimation
vor", befahl Dr. Xavier. Die Assistenzärzte bereiteten die
Instrumente für die Defibrillation vor. „Auf 65 stellen.
Geht bitte ein Schritt zurück“, bat der Arzt
und versetzte ihr einen Schlag. Die
Assistentin blickte in das EKG und schüttelte den Kopf,
„Keine Reaktion“.
Sie stellten
die Stärke auf 75. Doch das Herz wollte einfach nicht mehr
schlagen. Nach Drei Versuchen gaben sie die Hoffnung
auf. Auf dem EKG ertönte ein lautes Piepsen. Ein strich
zeigte den Ärzten, dass sie Sophie verloren hatten. Enttäuscht schaute er die Assistenzärzte an und bat sie
die Uhrzeit des Todes zu notieren. „23:10. Die arme Sophie.
Sie wollte in diesem Krankenhaus zur Stationsärztin
aufsteigen“, meinte die Assistentin und fing an sie zu entkabeln.
Die Assistentin schreckte zusammen als Sophie unerwartet die
Augen aufriss. Mit weit geöffneten Augen starrte
Sophie die Assistentin an. „Oh
mein Gott, Dr. Xavier Sophie hat gerade ihre Augen
geöffnet!“. Alle im Operationssaal versammelten sich um
Sophie, die immer noch die Augen geöffnet hatte aber dennoch
keine Reaktion von sich gab. „Das kann
doch nicht sein. Sie ist doch Tot, dass muss wohl durch ein Nerv
passiert sein. Verdeckt bitte ihr Gesicht“, äußerte sich Dr.
Xavier und notierte sich einige Dinge.
Gerade als die Assistentin die Augen verdecken wollte, fing
Sophie an zu Husten. „Was ist passiert? Wo bin ich?“, fragte
sie und versuchte sich aufzurappeln. Doch sie hatte nicht
die Kraft dazu. „Es ist ein Wunder. Oh mein Gott Sophie und
wir hatten dich schon aufgegeben. Du warst für 3 Minuten im
Jenseits“, sagte Dr. Xavier und hielt die Hand von seiner
Arbeitskollegin, „Du bist schwer verletzt, überanstrenge
dich nicht und vermeide es zu sprechen“.
Erleichtert, dass seine Arbeitskollegin nicht verstorben
ist, wurde Sophie in ein Zimmer gefahren. Der Arzt ging zu
Ava um die gute Nachricht mitzuteilen, „Ihrer
Freundin geht es gut. Sie hatte wohl einen Schutzengel, der
sie wieder zurück ins Leben holte“.
Ava blickte überglücklich zu Tyler und fragte, ob sie zu
Sophie gehen konnten. Dr. Xavier akzeptierte das unter einer
Bedingung. Tyler und Ava durften nur 5 Minuten bleiben. Sie
dankten dem Arzt und liefen in das Zimmer von der
Arbeitskollegin. Sophie freute sich über die Anwesenheit der
beiden. Ava setzte sich auf das Bett, „Was stellst du bloß für Sachen an. Da lässt man
dich mal für 5 Minuten alleine auf die Toilette gehen und dann
begibst du dich in Lebensgefahr“, scherzte Ava und wischte
sich ihre Tränen aus dem Gesicht.
Als Tyler sich mit Sophie unterhielt und sie ihn kurz am Arm
streifte, sah er für einen kurzen Moment eine alte Frau
anstelle von Sophie auf dem Bett liegen. Er
erschrak und zuckte zusammen. Irritiert starrten die beiden
Frauen den Anwalt an. Auf die Frage, was mit ihm los sei,
antwortete er, „Äh nichts.
Ich brauche mal eine Zigarette. Ich muss an die frische
Luft. - Sofort!“. Beide nickten, „Ja klar, aber hey
Schatz du rauchst doch gar nicht. Was hast du denn?“, wunderte sich Ava und
sah, wie ihr Freund verwirrt aus dem Zimmer lief.
Draußen schüttelte Tyler den Kopf, „Nicht schon wieder. Erst
die alte Frau im Supermarkt und nun eine andere alte Frau im
Krankenhaus. Was hat das alles zu bedeuten? Fängt das alles
etwa schon wieder an?“
Verzweifelt starrte er in den Himmel und wollte endlich
Klarheit....
... weiterlesen 2.3. Alle bösen Dinge sind Drei
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