12 | Schwarzer Phoneix

12. Weiße Feder

Rachel und ihr Freund, Riley Donovan, ebenfalls Lehramt Student und seit knapp drei Monaten mit ihr liiert, lagen zusammen im Bett und versuchten nach dem Horrorfilm „The Eye“ einzuschlafen. „Hast du irgendwie Angst?“, fragte Riley seine Freundin, nachdem er ihr unruhiges Zappeln im Bett wahrgenommen hatte. Schnell schüttelte sie den Kopf und schmiegte sich näher zu ihrem Freund, „Nein mir ist nur kalt und außerdem nimmst du mir immer die Decke weg.“ Riley grinste seine Freundin scheinheilig an und ließ sie vollständig unter die Decke. Kaum war es im Zimmer ruhig, polterte es von draußen. „Was war das?“, fragte Rachel aufgeregt und streckte ihren Kopf in die Richtung des Fensters. „Das war nichts, versuche einfach einzuschlafen“, beruhigte Riley sie und drückte sie näher zu sich.

Doch wieder hörte Rachel und diesmal auch ihr Freund das Poltern. „Kannst du mal nachschauen, was da vor sich geht? Jetzt bekomme ich nämlich langsam Angst.“ Riley wandte sich zu seiner Freundin, „Wir hätten nicht vor dem Schlafen ein Horrorfilm anschauen sollen, du bildest dir zu viel ein, aber wenn es dich beruhigt schaue ich mal nach“. Noch bevor er einen Fuß auf den Boden setzen konnte, knallte etwas gegen die Fensterscheibe und im nächsten Moment fiel jemand durch das Fenster in das Zimmer.

Beide sahen sich erschrocken an. Rachel klapperte mit den Zähnen und zog sich die Decke tiefer ins Gesicht, „Oh mein Gott was war das?“ Zögerlich zuckte der Student die Schulter und lief langsam vor das Bett um nachzuschauen, was von draußen in das Zimmer eingedrungen war. „Sei vorsichtig, vielleicht ist das ja so ein Monster wie aus den typischen Horrorfilmen.“ Riley verdrehte die Augen, „So etwas gibt es nicht“, und starrte nun über das Bett. Verwundert drehte er sich zu seiner Freundin. Seinem Ausdruck zufolge, müsste etwas auf dem Boden liegen, mit dem er nicht gerechnet hatte. „Was siehst du Schatz?“ Rachel traute sich die Decke etwas aus ihrem Gesicht zuziehen, um über das Bett zu schielen. „Rachel, ich glaub es nicht. Hier liegt eine bewusstlose Frau.

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Erscheinungsdatum:
15.01.2009