Was bisher geschah:
„Da fällt mir noch eine Möglichkeit ein. Ellen aus Bronx könnte uns vielleicht
weiterhelfen. Sie ist ja Gerichtsmedizinerin und mit ihrer Fähigkeit, kann sie
Verborgenes zum Vorschein bringen.“ – „Kannst du sie kontaktieren? Es wäre vom
großen Vorteil, wenn sie da wäre. Wir könnten dann im Leichenschauhaus die drei
Tote genauer unter die Lupe nehmen.“ Atropos stand auf um abzuklären, ob Ellen
kurz vor Weihnachten Zeit für sie hätte. „Also bis gleich..“
11.3. -777-
Jahr 2008: Brooklyn, städtischer Leichenschauhaus
Zum Glück war Ellen dazu bereit,
Atropos und Ethan im Fall von Melody Candis zu helfen und klinkte sich mit ein.
Zusammen fuhren sie zum Leichenschauhaus und begutachteten die Leichen der drei
Personen, die anscheinend durch die Hand von der Verdächtigten ermordet wurden.
Mithilfe ihrer Augen konnte sie in den Menschen hineinsehen. Ihre Pupille wurde
weiß und vergrößerte sich so sehr, dass die Iris völlig verschwand und man
denken konnte, dass die junge Kriegerin kein Augenlicht mehr besitzen würde. „Das ist ja interessant“, murmelte Ellen, während sie von einer
Leiche zu der Nächsten ging, „Rippen oder Knochenbrüche haben sie nicht. Sie
sind also nicht durch einen Kampf gestorben. Das Herz und die Leber dieser drei
Toten sind alle total schwarz und zerquetscht, außerdem sind kleine
Schwefelreste zu sehen.“
Verwundert sahen sich Atropos und Ethan an. „Und was genau willst du uns damit sagen?“, fragte Ethan während er die Leichen wieder zurück in ihre Fächer schob. „Sie sind normale Menschen, die aber von Dämonen heimgesucht worden sind“, äußerte sich daraufhin Ellen und verschränkte nachdenklich ihre Arme. „Also heißt es, dass Melody Candis unschuldig und nicht die Mörderin ist.“ Nickend bestätigte Atropos Ethans Aussage. „Hast du herausgefunden, was im Bericht als Todesursache angegeben ist? Falls nämlich genau das darin steht, was ich dir gerade über die Leichen gesagt habe, könnte deine Freundin den Fall gewinnen. Vor dem Gericht könnte sie somit die Unschuld von Melody Candis bezeugen, nur müsst ihr herausfinden, in welcher Verbindung sie mit den Ermordeten stand und weshalb sie kurz vor deren Tod anwesend war“, riet Ellen dem Polizisten. Um dies herauszufinden, brachte Atropos die anderen wieder vom Leichenhaus, welches für sie persönlich ein Unheimlicher Ort war. Ein Raum voller seelenlose Menschen, die nur darauf warteten Begraben zu werden, war für sie einfach gruselig.
Jahr 2028: Brooklyn, Kings Country Hospital
Violet wollte von Madison mehr über das Tor zur Hölle wissen, was die „7“ und „777“ zu bedeuten hatte, die Madison kurz vor Tylers Zeitreise in die Vergangenheit erwähnt hatte. Daraufhin setzte sie sich auf den Stuhl, neben den Fenster und fing an zu erzählen.
„Die Zahl 6 wird in der Bibel als „Unvollkommenheit“ bezeichnet und 666 (sechshundertsechsundsechzig) steht im übertragenen Sinne für Lucifer, der gefallene Engel. Die Zahl 7 bedeutet Vollkommenheit und 777 (siebenhundertsiebenundsiebzig) für göttliche Vollkommenheit und Gerechtigkeit. Doch die erwähnte "7" beziehungsweise "777" bezog sich nicht auf die Götter und Krieger, sondern Bezog sich auf das Tor zur Hölle und deshalb müssen wir jede Zahl einzeln betrachten. Dein Vater ist die Wiedergeburt eines göttlichen Kriegers und in den ersten drei Jahren entwickelt er seine kriegerischen Fähigkeiten.
Mit 4 Jahren ist er sozusagen mit göttlichem Blut vollgepumpt. Da die 7 als Vollkommenheit steht ist dein Vater alle Sieben Jahre vollkommen. Mit 11 Jahren (4+7) war er dies zum ersten Mal in seinem „Kriegerleben“ und konnte somit das Tor zur Hölle öffnen. Da der Schattendämon alle sieben Jahre sein Glück versucht, suchte er dein Vater auch schon in der Vergangenheit auf, doch die Götter wussten, wie sie ihre Schützlinge (die anderen wiedergeborenen Krieger wurden ebenfalls von anderen Dämonen heimgesucht) vor der schwarzen Macht schützen konnten. Und so musst du nun hochrechnen um seine Vollkommenheit auszurechnen, 18, 25, 32 und so weiter.“
Nun verstand Violet, weshalb Madison wollte, dass ihr Vater in die Zeit zurückkehrte, als er noch 18 Jahre alt war.
„Ja so ist es. Die erste 7 steht also schon einmal für „den Krieger“. Die zweite
7 steht für „die Entstehung der Hölle“. Nachdem Lucifer vom Himmel verstoßen
wurde und auf die Erde herabfiel, tauchte er in die Unterwelt ab um verstorbene
Menschen zu empfangen, die es nicht in den Himmel geschafft haben. Es dauerte 7
Stunden, 7 Minuten und 7 Sekunden bis er in seiner Ersatzwelt ein neues Reich,
das Reich der unvollkommenen Toten erschaffen hatte - die Hölle. Er wollte
unbedingt seinen Vater, übertrumpfen, der die Welt in sieben Tagen entstehen
ließ."
Aufmerksam hörte Violet der Halbdämonin zu und spielte währenddessen mit ihren engelsgleichen blonden Haaren in dem sie eine Strähne immer um ihren Zeigefinger aufwinkelte und danach wieder abwinkelte. Es war keines Falls langweilig, sie war auch nicht nervös, es war einfach eine Gewohnheit, die sie schon von klein auf hatte.
„Die dritte 7 steht für „Diener des Teufels“. Lucifer hatte 7 treue Diener, die auf der Welt dafür sorgten, dass nicht alle Menschen in den Himmel kamen - Die allbekannten sieben Todsünden, die als Dämonen auf der Welt ihr Unwesen trieben. Ja auch hier spielt wieder die 7 eine Rolle, denn zusammen ergeben die einzelnen Todsünden wieder die Zahl 7, was wieder zur „Vollkommenheit“ führt.
Wenn du die Zeichnung für das Höllentor genau betrachtest, kannst du alles schön ableiten. Der Kreis im Bild kommt nur einmal vor und in der Bibel wird die Nummer 1 Gott zugeordnet. Im Kreis selbst sind in sieben Stücken aufgeteilt, die griechischen Anfangsbuchstaben der jeweiligen Todsünden und in der Mitte steht die Zahl 666, also der gefallene Engel Lucifer. Es waren die Kinder von Themis (Göttin der Gerechtigkeit), die es geschafft haben, die Hölle zu verschließen und nur sie wussten, wie der Schlüssel 777 gezeichnet und somit geöffnet werden konnte.“
Total geplättet und erschlagen von der ganzen Bedeutung der Zeichnung und der historische Hintergrund der verschiedenen Zahlen, musste Violet erst einmal tief durchatmen. „Wow, das war eine erstklassige History of Demon, fast schon Hollywood reif. Aber mal was anderes. Das heißt ja auch, dass mein Dad nur noch wenige Stunden hat um das Tor zu öffnen. Ich hoffe nur, dass er weiß, dass er demnächst 26 Jahre alt wird. Es könnte ja sein, dass er durch die ganzen Zeitreisen die Zeit total außer Acht gelassen hat.“
Kaum hatte sie es ausgesprochen, tauchten Ava und Tyler wieder im Zimmer auf. „Okay, ich weiß nun wie die Zeichnung aussieht“, informierte Tyler den beiden blonden Mädchen. „Und ich weiß, dass mein Mann mit 18 Schuleigentum beschmutzt hat, aber dennoch genauso süß war wie jetzt. Stellt euch vor, er trug eine putzige Brille.“, fügte Ava hinzu und gab ihn einen liebevollen Kuss auf die Wange. Um seine Verlegenheit zu überspielen, lief er zu Madison und teilte ihr mit, dass sie in allen Punkten Recht hatte...
*** Jahr 2008: Bei der Familie Candis ***
Bei einer Tasse Kaffee unterhielt
sich Hope mit den Eltern von Melody Candis. Sie wollte mehr über ihre Mandantin
erfahren und fuhr deshalb in die Gegend, wo die Angeklagte zusammen mit ihren
Eltern lebte. Wer waren ihre Freunde, was machte sie in ihrer Freizeit und wie war
ihr Leben von Früher bis heute - das alles wollte sie wissen um ein Einblick in
ihr Leben zu bekommen um somit Melody Candis vor dem Gericht gut verteidigen zu
können. „Unser kleiner Engel war schon im jungen Alter
sehr aufgeweckt und hielt uns immer auf Trab. Mel wuchs als eine beliebte
Highschool Schülerin heran, die das Cheerleading über alles liebte. Sie wurde in
ihrem Abschlussjahr sogar zur Promm-Queen und hatte außerdem gute Zensuren,
wodurch sie ohne Probleme auf dem College für Lehramt angenommen wurde.“
Die Mutter nahm ein Schluck vom Kaffee und überließ ihren Mann das Erzählen. „Unsere
Tochter brachte weiterhin gute Noten nach Hause und wir alle haben wirklich
keine Angst, dass sie später einmal eine gute Lehrerin wird. Erst kürzlich
stellte sie ihren Freund vor, der ebenfalls auf dem College ist und in
unseren Augen als ein zuvorkommender und vertrauenswürdiger Junge rüber kam. Wir
als Eltern können es nicht verstehen, dass sie nun wegen dreifachen Mordes
angeklagt wird. Was für einen Grund sollte sie denn haben? Wir haben ihr alles
gegeben was sie sich gewünscht hat und sie hat uns nie signalisiert, dass sie
unzufrieden war.“
Nachdenklich biss Hope in den Butterkeks und blickte in die traurigen Augen der Eltern. Sie fragte sich was für Gründe sie denn gehabt haben könnte, diese Personen zu töten. Aus ihrer Tasche zeigte sie wieder die Bilder der ermordeten. Die Mutter riss daraufhin ihre Augen weit auf, „Wir haben ja von den Medien schon mitbekommen das ihre beiden Freunde tot aufgefunden wurden, aber dass der Professor nun auch tot ist, verstehe ich nicht. Raphael Wales und Tina Gedney waren die besten Freunde von unserer Tochter. Allein schon deswegen kann meine Tochter gar nicht die Schuldige sein. Wieso sollte sie ihre eigenen Freunde umbringen. Das ergibt doch alles keinen Sinn.“ Die Mutter hatte recht, doch Hope wusste auch, dass manchmal nur ein kleiner Streit ausreichen würde, um eine kriminelle Tat zu begehen. Dies musste zwar nicht in Melodys Fall eintreten, doch die Staatsanwälte werden jedes kleine unstimmige Detail gegen ihre Mandantin verwenden, um sie verurteilen zu können. Hope konnte nachvollziehen, wie sich die Eltern fühlten und versicherte Mister Candis, dass sie seine Tochter aus dem Gefängnis holen würde. Sie wollte fragen, ob sie das Zimmer ihrer Tochter anschauen könnte, doch dann schellte ihr Handy. „Hallo Hope ich habe gerade den Bericht von der Gerichtsmedizinerin erhalten und darin steht, dass die verstorbenen Menschen nicht durch eine körperlicher Auseinandersetzung gestorben sind. Melody Candis ist also unschuldig.“ Überglücklich ließ Hope einen Freudenschrei los und bedankte sich mehrere Male bei Ethan, der ihren Tag gerettet hatte. „Oh mein Gott – Ethan ich danke dir vielmals. Ich bin gerade noch bei den Eltern und werde aber sofort ein Anruf im Fellowship Gefängnis veranlassen um meiner Mandantin die gute Nachricht zu überbringen.“ Nachdem sie aufgelegt hatte, teilte sie den Eltern mit, dass Hope belegen konnte, dass ihre Tochter in allen drei Fällen unschuldig war. Mit Tränen in den Augen dankten sie der jungen Anwältin und freuten sich so sehr, dass die Mutter Hope einfach umarmen musste. „Wir haben es gewusst und haben immer an unsere Tochter geglaubt. Sie ist keine Kriminelle. Oh mein Gott, ich hatte so Angst, dass meine Tochter zu Unrecht verurteilt wird.“ Die Freude sprang auch in Hope hinüber und sie strahlte über beide Ohren, die Eltern so glücklich zu sehen. Ja, das liebte sie an ihren Job. Menschen Glücklich machen und die Geschworenen und den Richter von der Unschuld überzeugen, sei es durch handfeste Beweise oder nachvollziehbare Theorien…
Jahr 2028: Kings Country Hospital
Um
die Dringlichkeit noch einmal zu verdeutlichen, wies Madison Tyler daraufhin,
dass er nur noch wenige Stunden bis zu seinem Geburtstag hatte. Wenn er das 26.
Lebensjahr erreicht hatte, müsste er weitere sieben Jahre warten, bis er wieder
die Möglichkeit hatte, dass Höllentor zu öffnen. Und niemand weiß, ob Dwight bis
dorthin seine Menschlichkeit völlig verloren hatte und sich nicht mehr erinnern
konnte, dass er einmal ein Mensch war. Wer in der Hölle gefangen war, wurde in
den Jahren durch die unendlichen Folter, die ihm in immer wieder in eine andere
Form hinzugefügt wird, selbst zu einen verbitterten und hasserfüllten Geist oder
Dämon.
„Sie müssen wieder zurück in ihre Welt und dort die Zeichnung aufzeichnen“,
fügte Madison noch hinzu. Violet hatte Sorgenfalten, da sie nicht wusste, ob ihr
Vater problemlos wieder aus der Hölle gelangen konnte.
Ava dagegen wunderte sich, wie schnell doch die Zeit verstrich. Ihr kam es gar nicht so vor, dass sie schon fast ein Monat durch die Zeiten sprang. Eigentlich wollten Sie nur für zwei Wochen abwesend sein und nun würde Tyler in wenigen Stunden 26 Jahre alt werden. Weihnachten stand auch schon unmittelbar vor der Tür. Die ganzen Vorbereitungen zum Fest, würde sie gar nicht mehr so richtig ausgiebig planen können. Violet atmete einmal tief durch und drückte ihre Eltern innig und wollte sie am liebsten gar nicht mehr loslassen. Liebevoll strich Tyler ihr durch die Haare, „Du brauchst dir keine Sorgen machen. Da ich dir in der Zukunft einige Dinge über Dämonen zeigen werde, steht die Chance doch ganz gut, dass ich aus der Hölle wieder rauskomme. Ich bringe dir Dwight wieder zurück und zusammen rettet ihr in Namen der Carrendoors die Welt. Wollen wir so verbleiben?“ Violet wischte sich ihre Tränen, die über ihre Wange kullerten, weg und versuchte ein Lächeln herauszubringen. „Ich freue mich, dass du so optimistisch darüber denkst, aber Dad du sollst das nicht so als selbstverständlich sehen. Eure Vergangenheit hat sich verändert und daher gibt es keine Garantie, dass du aus der Hölle ungeschoren davon kommst.“
Ein Nicken bestätigte Violet, dass ihr Dad vorsichtig an die Sache heran gehen würde und sie sich trotzdem nicht allzu große Sorgen machen sollte, da sie sonst in ihren jungen Jahren noch Falten bekommen würde. Nachdem Violet sich von ihrem Vater verabschiedet hatte, wandte sie sich zu ihrer Mutter, die einen wehleidigen Blick hatte. „Ich hab dich lieb“, hauchte Violet und drückte Ava traurig. „Und nun geht, bevor ich euch dazu verdonnere, hier zu bleiben.“ Ava klammerte sich an Tyler und winkte Madison und Violet zu. „Wir sehen uns wieder.“ Langsam verblassten das Ehepaar bis sie völlig von der Bildfläche verschwanden. Violet suchte bei Madison Trost, die einen nachdenklichen Gesichtsausdruck hatte. „Recht bald werdet ihr erfahren, dass die Dämonenmutter Mithilfe der ultimativen Sieben die Hölle in Brooklyn erschaffen möchte und eines der größten Schlachten zwischen Gut und Böse ausbrechen wird.“…
Jahr 2008: Polizeirevier
Ethan
und Ellen gingen den Internetverlauf von Melody Candis durch, während sie auf
die Audiodateien ihrer Handygespräche warteten. „Heutzutage wird so viel über
das Internet kommuniziert, dass wir sicherlich im Fall von Melody einige
Hinweise bekommen werden, was sie so in ihrer Freizeit getrieben hatte“,
erläuterte Ethan und klickte einige Dateien an, „Siehst du, hier kann man genau
sehen, wann Mel sich eingeloggt und ausgeloggt hat und welche Seiten sie besucht
hat.“ Ellen lehnte sich etwas zurück und meinte nur, dass die Menschen
sicherlich vorsichtiger wären, wenn sie wüssten, dass jeder Klick nach verfolgt
werden konnte. Auch die Sache mit dem Abhören der Telefonate fand sie schon als
Eingriff in die Privatsphäre. Das war ja schon auf eine Art ein Verstoß gegen die
Menschenrechte, aber da seit dem 11. September die Regierung den Staat vor
möglichen Gefahren schützen wollte, war eine gewisse Kontrolle notwendig. „Wir
hören und kontrollieren ja nicht jeden ab. Nur wenn ein offensichtlicher
Verdacht besteht, dass illegale Konzerne oder Terroristengruppen mit einem
unserer Bürger in Kontakt steht, wird die Verbindung angezapft und Nachrichten
zurückverfolgt… Ah halt. Ich hab was gefunden... Jetzt gebe ich mal in der Suchfunktion mal „Hexerei“ ein…“
Gespannt warteten die beiden, was das Programm ausspucken würde. Eine Ellenlange Liste aktualisierte den Stand und die Zahlen hörten nicht auf… Doch bei 1.454 Suchergebnissen, war fertig. „Black-Magic.com (die Seite existiert nicht). So so“, murmelte Ethan und klickte auf die Seite. Schon auf der Startseite wird der Besucher mit einem komischen Begrüßungstext begrüßt – Kannst du die schwarze Magie widerstehen? Ellen lachte kurz auf, „Hoffen wir mal, dass es keine 0 8 15 Homepage ist und wir wirklich Informationen zu Melodys Hobby finden können.“ In einem Forum filterten sie die Beiträge von Melody, heraus, die einen Nicknamen zugeteilt bekommen hatte und somit als Witch1054 (ein fortlaufender Mitgliederdeckname) in dieser Hexen-Community unterwegs war. Unter „Witches in Brooklyn“ hatte sie ihre meisten Beiträge. Sie kommunizierte zu den unterschiedlichsten Themen über die Hexenmythologie. Voodoo-Rituale, Zaubersprüche zu den verschiedensten Bedürfnissen, Hexenbräuche, Hexenorte und und und. Aufmerksam wurde er aber allerdings, als er auf ihre Privaten Nachrichten stieß. "Jetzt ist es ein Eingriff in die Privatsphäre", sagte der Polizist und bezog sich auf Ellens Aussage wegen der Regierung. "Mel hatte regemäßigen Kontakt zu Witch505, Witch1044 und Witch8790."
Fellowship Gefängnis
Hope strahle über beide Ohren, als sie in das Besucherzimmer des Gefängnisses, hineintrat und ihre Mandantin schon auf sie wartete. „Lassen Sie uns für einen Moment bitte alleine“, bat sie den Wärter und setzte sich Melody gegenüber. Sie legte ihre Hand auf den Tisch und blickte in die verzweifelten aber dennoch kalten braunen Augen. „Ich habe eine gute Nachricht für sie – ich kann beweisen, dass Sie unschuldig sind.“ Auf eine Antwort wartend, bewegte Hope ihren Kopf hoch und runter. Sie wollte eine Reaktion von ihrer Mandantin bekommen und normalerweise würden die Gefängnisinsassen vor Freude jubeln, aber nicht bei Melody. Diese schien das gar nicht zu interessieren, dass sie wieder ihre Freiheit bekam. „Miss Candis? Sie freuen sich ja gar nicht…“ –„Das heißt also, dass ich nicht vor meiner Verhandlung hier bleiben muss?“ Im Grunde hatte sie wirklich recht. Die Anklage gegen ihre Mandantin könnte eigentlich fallen gelassen werden.
„Ja also ich werde den Richter kontaktieren. Ich gebe Ihnen dann bescheid.“ Eine deutliche Erleichterung war im Gesicht der Angeklagten zu sehen. Die, die Hope schon vor einer Minute hätte sehen wollen. „Danke“, sagte sie mit leiser Stimme. Hope nickte einvernehmlich, "Danken Sie mir, wenn sie hier draußen sind" und wollte aufstehen um wieder gehen, doch ihr überkam auf einmal ein unwohles Gefühl. Verwundert fragte Melody Canids, was denn mit ihrer Anwältin los sei und erschrak, als diese sich zu ihr umdrehte und ihr Äußeres veränderte. „Ich bekomme dich auch noch in die Hölle. Du kannst mir nicht entkommen.“ Hopes blondes Haar verfärbte sich zu braun, wodurch Melody wusste, dass Hope nicht mehr sie selbst war. „Oh mein Gott… Lass mich in Ruhe!!…“, schrie die Angeklagte vor Angst und rüttelte und zappelte auf ihrem Stuhl, wovon sie sich nicht befreien konnte, da die Handschellen dies verhinderten...

Fortsetzung:
11.4. Das (unverhoffte)
Wiedersehen