10 | Hochzeitsglocken

10.1. Im Auge des Betrachters

Aus der Sicht von Amy/Atropos

In den letzten Wochen war es ziemlich ruhig gewesen. Keine ernst zunehmenden Dämonen, keine beunruhigende Signale. Nichts. Rein gar nichts. Meiner Schwester und mir machte das wirklich Angst, da wir wissen, dass die Dämonen normalerweise keine Minute die Menschen in Ruhe lassen würden. Es war so, als würde es die allbekannte Ruhe vor dem Sturm sein. Ja, wir vermuten alle, dass die Dämonen sich auf den gefürchtetsten Dämon bereit machen. Thanitus, der Bruder von Hypnos, der uns vor seiner großen Rettungsaktion gewarnt hatte, dass der zweite von The Ultimate Se7en demnächst erwachen würde.

Auf unseren Rat hin beschlossen Tyler und Ava die Hochzeit nicht wie geplant Ende November zu feiern, sondern Anfang November, da die Dämonen sich nicht Blicken ließen. Wir versicherten Tyler, dass wir aufpassen würde und unsere Augen weit aufmachen und äußerst wachsam sein würden. Zum Glück stimmten beide zu und nutzten die verdächtige Stille der Dämonen und heute sollte der große Tag der Vermählung sein. Um Tyler und Ava zusammen mit ihren Gästen den besten Schutz zu geben, trommelten wir wieder zwei Krieger zusammen, die uns dabei helfen sollten, auf unseren Krieger aus Brooklyn zu helfen. Isaac, der mit seiner Fähigkeit noch Übung brauchte würde in den nächsten Minuten bei uns auftauchen. Wir alle fanden es klasse, dass er seine Fähigkeit so schnell lernen konnte. Isaac war wie Sharon, die ebenfalls ziemlich schnell mit ihrer Kraft gut umgehen konnte. Doch diesmal wollten wir nicht Sharon zu uns holen, sondern Mason, der seine zweite Fähigkeit aktivieren sollte. Er wusste nämlich erst sein kurzem, dass er die Gabe hatte, Energiestrahlen aus seinen Fingern zu zaubern. Diese Fähigkeit würde bei einem Kampf sehr nützlich sein und zusammen mit Isaacs Gabe, die Telekinese würden sie Tylers Hochzeit so gut wie es ging beschützen können. Es klingelte an der Tür. „Hey Atropos, könntest du bitte die Tür öffnen?“, rief Lachesis (Lynda) aus ihrem Zimmer...

Aus der Sicht von Madison, Brooklyn 2028/2008

Dwight und ich hatten ausgemacht, dass er sich zum Vampir wandeln ließ, um seine Schwester zu retten, doch als er zum vereinbarten Zeitpunkt nicht gekommen war, wurde ich stutzig. Auf meine Rufe reagierte er nicht und ich wurde immer unruhiger. Ungeduldig lief ich von einem Eck zum Anderen. „Wo zum Teufel steckst du…“ Ich schloss meine Augen und konzentrierte mich auf meinen Freund. Als ich ihn nicht wirklich Orten konnte, hielt ich es einfach nicht mehr aus und öffnete ein Zeitportal um in die Vergangenheit zu reisen. In Brooklyn 2008 stand ich auf einmal auf einer wunderschönen grünen Wiese. So eine angenehme Idylle hatte ich seit Wochen nicht mehr gesehen und wünschte mir, dass in meiner Gegenwart die totale Dunkelheit endlich ein Ende fand.

Nachdem ich dann den Blick nach vorne richtete, sah ich Dwights Vater, der einen schicken Smoking trug und um zwanzig Jahre jünger war. Er war etwas angespannt und total im Organisationsstress. Mehrere Leute kamen auf ihn zu und fragten ihn, wo sie die Blumen, Stühle und die ganzen anderen Dinge hinstellen sollten. Alles war weiß und es schien, als würde ich wohl am Hochzeitstag von Ava und Tyler sein. Komisch, wieso kam sie einige Wochen später als geplant an? Sie wollte doch im Oktober 2008 landen… Dort, wo Alucard erwachen sollte und Dwight sich zu einem Vampir wandeln ließ…
In meinen Gedanken versunken, rempelte mich eine aufgeregte junge Dame an und blickte entschuldigend zu mir. „Oh, ich habe Sie nicht gesehen. Entschuldigung.“ Ich konnte meine Augen nicht trauen, als Hope tatsächlich vor mir stand. Vom optischen her hatte sie sich kaum geändert und hatte noch ihre Naturhaarfarbe, blond. „Mir ist nichts passiert. Könnten Sie mir sagen, welchen Tag wir haben?“ „Heute ist der besondere Tag meiner besten Freundin. Wir haben den 15.11. und heute ist die Vermählung von…“ Da ich meinen Mund nicht halten konnte, kam es einfach aus mir heraus. „Miss und Mister Carrendoor?“ Verdutzt sah sie mich dann an und wunderte sich, dass ich den Namen ihrer Freunde kannte…

Aus der Sicht von Hope

Mit zusammengezogener Augenbraue sah ich das fremde Mädchen an, die ich zuvor noch nie gesehen hatte. Klar, Brooklyn war eine Millionenstadt, doch in irgendeiner Verbindung musste sie doch zu Tyler und Ava stehen. Weshalb sollte sie denn sonst den Namen meiner Freunde kennen. „Bist du etwa eine Freundin von Tyler?“, fragte ich sie einfach und wartete auf ihre Antwort. Kopfschüttelnd äußerte sie sich, dass sie Tyler Carrendoor nur von den Zeitungsberichten her kannte. Irgendwie konnte ich das nicht glauben, hatte aber keine Lust weiter darüber zu Grübeln, da ich zu Carmen gehen wollte, die schon nach Avas Besuch hier angekommen war und schon Platz genommen hatte. „Du ich muss nun auf meinen Platz. Meine Freundin müsste demnächst mit ihrem Vater kommen.“ Ich wünschte ihr noch einen schönen Tag und verabschiedete mich dann von ihr. Mir war nicht entgangen, dass sie auf einmal erschrocken zusammen zuckte und irgendwie besorgt wirkte… Danach verschwand sie schnell wieder und ließ mich einfach stehen. Doch lange musste ich nicht warten, bis Ethan auf mich zu kam und mich fragte, ob Ava schon unterwegs sei. „Ava hat noch knapp eine halbe Stunde. Ich bin sowas von aufgeregt. Weißt du das? Aber am meisten ist wohl Ava aufgeregt, denn sie ist sowas von Nervös und zappelig. Sie redetet ununterbrochen und wirkt sehr unsicher. Hoffentlich bekommt sie ihre Nervosität in Griff. Nicht dass sie vor dem Priester stottert.“

Aus der Sicht von Ethan

Naja wirklich konnte ich mich nicht in Ava hineinversetzen, da ich wohl noch nie vor einer Hochzeit gestanden bin. Tyler dagegen, konnte ich eher verstehen. Schließlich hatte ich ihm bei seiner Hochzeitsfeier geholfen und zum größten Teil geformt. Ja, mein bester Freund, der untypische Musterschüler, der viele Freundinnen gehabt hatte und nun mit Ava sich dann um 180°C gewendet hatte, würde heute heiraten. Ich hätte es niemals für möglich gehalten, aber Tyler hatte mich wirklich überzeugen können, irgendwann mal auch zu heiraten. Nach meiner letzten gescheiterten Beziehung hatte ich wirklich den Glauben an die Frauen verloren. Wie konnte Tara mich nur so dermaßen verletzen? Irgendwie merkte ich ja schon wieder, dass ich meine Exfreundin noch nicht ganz vergessen konnte, doch mit Carmen fällt es mir leichter, nicht an sie zu denken. In diesem Moment blickte sie zu mir hinüber und schenkte mir so ein bezauberndes Lächeln, dass ich einfach zurück Lächeln musste. Ja sie ist schon eine besondere Person, doch ich will sie nicht verletzen. Erst wenn ich mir wirklich sicher bin, dass ich mehr als nur Freundschaft empfinde, würde ich die nächsten Schritte einleiten. Mir war klar, dass zwischen uns etwas war, doch erst wenn ich mir im Klaren bin, was ich möchte, wollte ich sie ansprechen.

Während ich noch so in meinen Gedanken war, tippte mich Tyler an, der Stressfalten auf der Stirn hatte und aufgeregt mit seiner Hand fuchtelte. „Hey Tyler, ganz ruhig. Wir haben alles perfekt Organisiert. Heute kann wirklich nichts schief gehen. Jeder steht hinter dir und du kannst dich ganz auf deine Hochzeit konzentrieren.“ Ich legte meine Hand auf seine Schulter und blickte in seine Augen, die noch nie so gestrahlt hatten, wie heute. Mein Gott, Tyler Carrendoor heiratet. Kaum zu glauben, aber wahr…

Aus der Sicht von Tyler

Ethan hatte gut reden, schließlich war er ja nur ein Gast und konnte sich entspannt auf den Stuhl setzen und keine Sorgen haben, dass irgendetwas schief ging. In letzter Zeit war es so ruhig, dass ich so richtig stutzig wurde. Wo waren die Dämonen? Normalerweise ließen sie mich nie in Ruhe. Immer gab es mindestens ein Dämon, der sich in mein Leben mischte. Merkwürdig fand ich auch, dass meine Vision mit Dwight noch nicht eingetreten war. Meine Visionen tauchten nie immer mit einen Hintergrund auf und ich wartete nur darauf, dass ich wieder aktiv werden musste. Ich fand ja heraus, dass er die Kette meiner Mutter trug, die sie mir eigentlich geschenkt hatte und er musste definitiv in irgendeiner Verbindung mit unserer Familie stehen. Ich wagte es kaum auszusprechen, da es wirklich verrückt wäre, falls meine Theorie stimmen würde. In den Moment, als Dwight in meiner Vision nach seinem Dad gerufen hatte, spürte ich seinen Schmerz und ich dachte wirklich für einen kutzen Moment, dass er nach mir gerufen hatte. War der mysteriöse junge Mann, der mich seit Monaten indirekt verfolgt hatte, womöglich mein eigener Sohn? Konnte er deshalb auch die Tornados aus den Fingern zaubern, so wie ich es konnte?

Er war mir ein Rätsel, schon von Anfang an. Mal half er mir und rette mir das leben und manchmal erschwerte er mir mein Leben. Was wollte er von mir und wieso war er auf einmal wie vom Erdboden verschluckt. Seit er vom Schattendämon mitgenommen wurde, tauchte er nicht wieder auf. Ethan merkte, dass ich nun total abwesend war und wedelte seine Hand vor meine Augen hin und her. „Hey Tyler ist alles in Ordnung? Du schaust so weggetreten? Ist was?“ Um ihn nicht unnötig mit meinen verrückten Gedanken zu plagen schüttelte ich schnell den Kopf. Misstrauisch sah er mich mit hochgezogener Augenbraue an und nickte dann zögerlich. „Ja klar, sicher doch. Tyler du schaust immer nur so, wenn dich etwas beschäftigt. Aber hey, egal was es ist, verschiebe es auf später. Heute sollst du dich nur auf Ava konzentrieren und die anderen Dinge vorerst ablegen.“ Ich zog mein Gesicht zu einem Grinsen und zwinkerte meinen besten Freund zu. Ja ich versuchte mir einzureden, dass alles in Ordnung war. „Glaubst du, dass Ava und ich nach der Hochzeit so sein werden, wie zuvor? Man sagt ja, dass mit der Hochzeit der Alltag kommt und man sich nicht mehr so hingibt wie vorher?“ „Du Schwachkopf, manchmal bräuchtest du wirklich ein paar Schläge auf den Hinterkopf“, schüttelte Ethan den Kopf und klopfte mir leicht auf die Schulter.

Während wir beide uns unterhielten tauchte mein Vater auf und meinte, dass die Floristin noch einige Fragen zu der Blumendekoration hatte und seine Mutter nicht wussten, wohin die Blumen abgesetzt werden sollte. Auf den Weg zur Floristin hin liefen die Avens, Susan und Jonathan aus Santa Monica, Kalifornien auf mich zu und begrüßten mich herzlich. „So lange ist es her, seit wir uns gesehen haben und nun erfahren wir, dass du heiraten wirst“, freute sich Susan und erinnerte sich an meine alten Zeiten, die immer sehr amüsant waren. „Du warst als kleines Kind so brav und dennoch so aufgeweckt. Weißt du noch, wie du immer mit deinem Grimmassen mich zum Lachen gebrachst hattest? So ungefähr.“ Susan verzog ihr Gesicht und formte ihre Lippen. Lachend zeigte ich den Avens, dass ich die witzigen Grimmassen immer noch drauf hatte und bestätigte somit meinen immer noch existierenden Humor …

Aus der Sicht von Ava

Mit gemischten Gefühlen stand ich vor dem großen Spiegel und sah mich nachdenklich an. Ich hatte schon mein ganzes Leben lang davon geträumt einmal ein wunderschönes Kleid zutragen und die magischen drei Worte zu sagen, die das Schicksal zweier Personen vereinen würde. „Ja, ich will". Leise wiederholte ich diese Worte und lächelte mich dabei immer wieder an um meine Nervosität irgendwie zu überspielen, doch ich schaffte es einfach nicht. Tyler würde das sicherlich merken und er würde garantiert in meine Gedanken eindringen wollen um herauszufinden, was ich gerade dachte. Noch drei Minuten. Was?! Nur noch drei Minuten?! Ohje… Warum hatte ich denn so ein Bammel vor der Hochzeit?!

Die Zeit verging so rasend schnell. Konnte ich denn meine unnötigen Sorgen ablegen und gleich mit voller Entschlossenheit und fester Stimme die Frage des Pfarrers beantworten? Sicher, jetzt konnte ich es noch sagen, aber was ist, wenn ich kein Ton mehr herausbekam? Oh Gott, soweit durfte ich gar nicht denken. Doch endlich konnte ich die ganzen Frauen in den Filmen verstehen, die unmittelbar vor der Hochzeit standen. Endlich wusste ich, dass in den ganzen Filmen ein Stück Wahrheit steckte. Okay, es war die pure Wahrheit, aber das war mir jetzt in dem Moment egal, da es eigentlich nicht mit mir geschehen sollte. Ich war mir meinen Gefühlen sicher. Basta. Punkt. Ava du hast einen tollen Freund, der dich über alles liebt!

Ich würde Tyler gegen nichts auf der Welt eintauschen wollen, egal ob mit kriegerischer Bestimmung oder nicht. Mein Herz würde zu Stücke fallen, wenn ich ihn mit jemand anderes Glücklich sehen würde. Nein, er gehörte mir und deshalb wurde ich immer sicherer, dass heute unsere Beziehung in die nächste Stufe gehen sollte. Unerwartet klopfte es an der Tür. Ohje, waren die drei Minuten etwa schon um? War nun der Moment gekommen, welcher mein Leben verändern würde? Nein, so extrem anders würde es nicht sein. Schließlich bin ich ja schon seit fünf Jahren mit Tyler zusammen und in dieser Zeit sind wir uns näher gekommen, als wir je hätten träumen können. Tyler und ich sind eins geworden. Wir ergänzten uns auf einer wundervollen Art und Weise. Wie Jing und Jang, wie Romeo und Julia. „Ava, kleines... Kommst du? Willst du etwa deinen Familiennamen nicht aufgeben?" fragte mein Vater und klopfte ein zweites Mal gegen Tür. Langsam öffnete ich die Tür und konnte einen überwältigten Vater sehen, der nicht glauben konnte, dass seine Tochter mittlerweile erwachsen geworden ist und nun vor ihrer eigenen Hochzeit stand.

Aus der Sicht von Edward Darwin

Meine Tochter war so wunderschon. So wunderschön, dass ich es kaum in Worte fassen konnte. Ihr langes weißes Kleid, welches bis zum Boden ging war so schlicht, doch trotzdem individuell. Ihr dunkelbraunen Haare, die gewellt waren, passte sich dem wunderschönen Kleid an. Ava sah einfach perfekt aus. Wenn man nicht wüsste, dass sie normalerweise andere Kleider trug, könnte man meinen, dass meine Tochter noch nie etwas anderes als dieses Brautkleid getragen hatte. „Wow, Ava kleines... Du.. du siehst so wunderschön aus. Mir fehlen die Worte." Daraufhin schritt meine Tochter näher zu mir und gab mir einen Kuss auf die rechte Wange. „Danke Dad.", flüsterte sie und schluckte einmal.

Noch gerade eben konnte ich noch eine kleine Unsicherheit in Avas Augen sehen, doch nun ist wie alles verflogen. Meine kleine Tochter hatte keine Zweifel mehr und stand nun festentschlossen da und wollte nun die Ehefrau von Tyler Carrendoor werden. „Unser zukünftiger Schwiegersohn hat wirklich alles in die Wege geleitet, um den Tag so perfekt zu gestalten, dass man sich fragt, wie lange er für die Hochzeitsvorbereitungen gebraucht hatte. Würde ich es nicht selbst wissen, würde ich sagen, dass er mindestens ein Jahr dafür geplant hatte. Ava ganz ehrlich… du hast wirklich den perfekten Mann fürs Leben gefunden!“…

Aus der Sicht von Ava

Während ich die Treppen im Elternhaus hinunter stolzierte, überlegte ich, was denn Tyler für eine Hochzeit auf die Beine gestellt hatte. Er saß wirklich Tagelang am Schreibtisch, telefonierte mit hunderten von Leuten und fuhr von einem Geschäft zu dem Anderen. Wenn ich als nachgefragt hatte, verriet er nichts und blieb stumm. Ab und zu konnte ich doch etwas aus ihm heraus kitzeln, doch seine Worte waren genauso geheimnisvoll wie die Hochzeit selbst. „Wart's ab. Du wirst dich wie die britische First Lady fühlen.", sagte er immer und grinste scheinheilig. Irgendwann hatte ich es aufgegeben und wartete einfach ab. Als mein Vater die Tür öffnete konnte ich im ersten Moment kaum glauben, was ich da sah. Eine schicke, schwarze Limousine parkte vor dem Haus und ein Chauffeur winkte uns freundlich zu. „Miss und Mister Darwin, sie werden schon erwartet. Bitte steigen sie ein.“ Aufgeregt klammerte ich mich bei meinem Vater und glitt zum Wagen. Der Chauffeur half mir beim Einsteigen und sorgte dafür, dass mein Hochzeitskleid unversehrt blieb. Als ich im Auto war, verband mein Dad mir die Augen: „Das ist auch ein Teil von der Hochzeit.“ Mein Herz fing wieder an zu Pochen und schien mit jeder Sekunde immer stärker zu werden. Ich war so aufgeregt. So aufgeregt war ich lange nicht mehr gewesen…

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Aus einem Taxi stieg eine junge Dame aus und legte sich ihre langen dunkelbraunen Haare wieder zurecht, da diese durch den leichten Wind etwas unkontrolliert in die Luft wehte. Mit einer besorgten Miene blickte sie sich suchend um. Wo stand die Person, die um ihre Hilfe gebeten hatte? Sie hatte leider nur wenige Anhaltspunkte bekommen, da der Geist, lediglich für Sekundenbruchteile erschienen war und sie so nicht wirklich jemand erkennen konnte. Es war unheimlich, da Sarah McCartner (Soul Survivor) noch nie so etwas gesehen hatte und daher mit einem unwohlen Gefühl an die Sache anging.

„Komm zur Hochzeit und rette mir das Leben – Die Hochzeit, auf der Jacht im Upper New York Bay.“

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... weiterlesen 10.2. Ein Moment wie dieser
 

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